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Biomega
Story

Seit vor 700 Jahren die Marskolonie zerstört wurde, stand der Planet unter Quarantäne und kein Mensch hat ihn mehr betreten.
Erst im Jahre 3005 gelingt es ihnen auf den roten Planeten zurückzukehren um die Überreste der ehemaligen Kolonie zu untersuchen, doch als das Schiff 6 Monate später in den Erd-Orbit zurückkehrt explodiert es plötzlich und kurze Zeit später bricht eine mysteriöse Seuche, übertragen durch den sogenannten N5S-Virus, aus die die Menschen in deformierte Zombies verwandeln.
Nur einige Auserwählte scheinen gegen das Virus immun zu sein und werden fortan von der DRF (Data Recovery Foundation) gejagt, die sich von dem Virus scheinbar eine Art Reinigung und Erneuerung der Menschheit verspricht.
Ihr entgegen steht die Toha Schwerindustrie mit ihren Agenten, künstlichen Menschen mit übernatürlichen Fähigkeiten und der modernsten Technologie ausgerüstet.
Einer von ihnen ist Zoichi, der mit seinem riesigen Motorrad und der darin enthaltenen KI „Fuyu“ in eine der gigantischen künstlichen Inseln der DRF eindringt um dort nach einem Menschen zu suchen der dem N5S Virus wiederstehen kann.

Meinung

Mit „Biomega“ kehrt Tsutomu Nihei nach seinem OneShot Link NOiSE ein weiteres mal ins Universum seines bekanntesten Werkes Link Blame! zurück. Trotz vieler Überschneidungen (z.B. die Toha Schwerindustrie) scheint „Biomega“ aber eine eigene parallele Geschichte zu erzählen und kann somit nicht als ein weiteres Prequel zu „Blame!“ verstanden werden.
Da Nihei aber auch in diesem Werk wenig über die Hintergründe seiner Geschichte preis gibt ist es schwer diese mit den anderen in einen genauen Zusammenhang zu bringen. Erneut konzentriert sich das Erzählen auf den Kampf eines übermenschlichen Einzelgängers gegen jede Menge mutierte Feinde und das alles in einer extrem düsteren und leeren Welt, die hier im Vergleich zu den schier endlosen Weiten der Megastruktur aus „Blame!“ zumindest in den noch fassbaren Rahmen unseres Planeten bleibt.
Auch erscheint der Kampf der Hauptfigur noch nicht ganz so sinnlos und die Geschichte hat etwas mehr Tempo und Action, was sie einerseits besser verdaubar macht, andererseits aber nicht ganz die postapokalyptische Atmosphäre und Wirkung von „Blame!“ erzielen kann.
Die Zeichnungen sind hingegen wieder grandios, ob nun die düsteren Maschinenwelten mit ihren endlosen Schläuchen, Kabeln und dunklen Gängen, die verkommenen Metropolen die nur noch von Mutierten bevölkert werden oder die verschiedenen künstlichen Lebensformen, mit ihrem oftmals sehr brutalem Aussehen, alles ist gewohnt erstklassig.

Wer sich also bisher bereits mit Nihei anfreunden konnte der wird auch dieses mal nicht enttäuscht.
„Biomega“ kommt zwar nicht ganz an „Blame!“ heran, aber bietet hervorragende, düstere Cyberpunk Kost voller Gänsehautfeeling.

Cover

Bild 1

 Info
Verlag:Egmont
Zeichnung & Story:Tsutomu Nihei
Jahr:2004

 Bewertung

Grafik:

 9.jpg 9/10

Story:

 7.jpg 7/10

 Gesamt:

  8/10

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Review by Df3nZ187 (© by Anime-Ronin.de)
Review verlinken: http://www.anime-ronin.de/review-806.htm