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Blame!
Story

Irgendwann in der Zukunft...
Die Welt wird immer weiter von der sogenannten „Megastruktur“ verschlungen, einem gigantischen Gebilde das sich immer weiter selbst ausbaut und inzwischen nicht nur die Erde, sondern sogar bereits den Mond komplett umhüllt hat.
Gesteuert wird dies alles von der Netzwerksphäre, einem System das autark arbeitet und über das die Menschen schon vor langer Zeit die Kontrolle verloren haben.
Der Grund dafür ist die Tatsache das die Netzwerksphäre nur von ganz bestimmten Menschen, die ein bestimmtes Netzwerkgen besitzen, kontrolliert werden kann, alle anderen werden von der sogenannten Schutzwehr, künstlichen Siliziumwesen, gejagt und getötet, die ohne Kontrolle in der Megastruktur wütet.
In diesen trostlosen Verhältnissen ist der künstliche Mensch Killy auf der Suche nach den letzten noch lebenden Menschen, die sich in den gigantischen Weiten der Megastruktur vor der Schutzwehr verstecken, um unter ihnen eine mit Netzwerkgenen zu finden.

Meinung

Die Story von Tsutomu Niheis „Blame!“ sinnvoll zusammenzufassen ist nicht gerade eine leichte Aufgabe, den wenn es etwas gibt mit dem Nihei in seiner düsteren Geschichte geizt, dann ist es eben diese, die Geschichte.
So begleiten wir den wortkargen Protagonisten Killy auf seiner Suche durch die riesigen und gespenstisch leeren Weiten der Megastruktur, ohne viel über Warum?, Wieso? Oder Weshalb? Zu wissen und immer auf er Suche nach ein paar kleinen Bröckchen Hintergrundgeschichte, aus denen man sich vielleicht ein kleines bisschen zusammenreimen kann.
Doch genau dieses große Fragezeichen, diese Unsicherheit im Bezug auf die Story macht den großen Reiz von Blame aus, bildet sie zusammen mit den großartigen Zeichnungen eine wirklich packende Atmosphäre der Einsamkeit und Hoffnungslosigkeit in der Killys Suche eigentlich völlig sinnlos und längst überholt erscheint und im Grunde hat man von vorn herein das Gefühl das selbst das Auffinden eines letzten Menschen mit Netzwerkgen auch keine Lösung mehr für die derzeitige Situation brächte.
Stattdessen erscheint die Suche einfach als stumpfe Tätigkeit um ihrer Selbstwillen, was durch Killys (vor allem zu Beginn des Mangas zur Schau getragenen) kaum vorhandene Anteilnahme am Schicksal anderer noch unterstrichen wird.
Dennoch oder vielleicht gerade deswegen zieht „Blame!“ einen irgendwie magisch in seinen Bann. Die dystopische Endzeitstimmung ist wirklich perfekt umgesetzt und trifft bei mir (und sicher auch bei vielen anderen die eine Vorliebe für solche Settings haben) voll den Nerv.
Zudem sind Nihei zeichnerische Fähigkeiten und seine phantastischen Designs ein echter Augenschmaus und machen „Blame!“ in Zusammenarbeit mit der mysteriösen, ja schon mythischen, Geschichte zu einem ganz besonderen Lesevergnügen.

Cover

Bild 1

 Info
Verlag:Egmont
Zeichnung & Story:Tsutomu Nihei
Jahr:1998

 Bewertung

Grafik:

 9.jpg 9/10

Story:

 8.jpg 8/10

 Gesamt:

  9/10

Aufrufe: 6045
Review by Df3nZ187 (© by Anime-Ronin.de)
Review verlinken: http://www.anime-ronin.de/review-114.htm