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Godzilla - Frankensteins Kampf gegen die Teufelsmonster
Story

Japan ist verschmutzt.
Große Fabrikschlote blasen ihren Dreck in den Himmel und auf dem Meer schwimmen lachen tödlicher Abwässer.
In dieser Giftbrühe erwacht nun ein seltsames Lebewesen, vermutlich durch einen Meteoriten auf die Erde gelangt, aus seinem Schlaf und beginnt zu wachsen.
Es ernährt sich von der Umweltverschmutzung der Menschen und hat dementsprechend reichlich Futter, so dass es auch bald an Land kommt und Japan unsicher macht.
Doch noch einer ist auf die Verschmutzung aufmerksam geworden, Godzilla.
Der hat was dagegen das sein Ozean verdreckt und verbrennt den Müll mit seinem Hitzestrahl und auch das neuartige Monster fällt für ihn unter die Müllkategorie. So kommt es zum unvermeidlichen Zusammentreffen der beiden.
Unterdessen planen die Menschen unter Leitung von Dr. Yano und seinem Sohn das neue Monster mit Elektroschocks auszutrocknen, doch das Militär bekommt es nicht so recht auf die Reihe. Da muss Godzilla wieder einspringen.

Meinung

Mit "Frankensteins Kampf gegen die Teufelsmonster" versuchte man der inziwschen etwas eingeschlafenen Godzilla-Marke ein paar neue Möglichkeiten der Entwicklung zu geben, in dem man nicht mehr nur auf die Atommahnung setzte (der Krieg war inzwischen schon eine Weile hin), sonder auch aktuelle Themen ansprach.
Zudem hatte sich Godzilla von der größte Bedrohung der Menschheit mehr und mehr zum sympathischen Zuschauerliebling gewandelt, der den Menschen eher hilft als sie zu vernichten.
So bekommt er es dieses Mal also mit einem Monster geboren aus der immer größer werdenden Umweltverschmutzung zu tun. Aber auch anderweitig legte man auf Zeitgeist wert.
So fällt auf das sich das Militär in diesem Godzilla reichlich rarmacht. Keine protzigen Panzerparaden und sinnlose Großangriffe, und wenn es denn zum Schluss doch endlich mit helfen soll, dann entpuppt es sich als dermaßen dilettantisch das selbst Godzilla nur noch fassungslos mit dem Kopf schütteln kann (ja das tut er wirklich!) und die Arbeit lieber selbst übernimmt.
Fast genauso belustigend kommt eine Szene daher in der ein paar junge Leute auf dem Fuji eine Art Weltuntergangs-Party veranstalten und von ein paar alten durch die Büsche misstrauisch beäugt werden.
Leider kommt all das, genauso wie die scheinbar unvermeidlichen 70er Jahre psychedelic-Disco-Szenen und die Experimente mit Zeichentrickeinschüben oder furchtbar kreativen Bildmontagen dem Film nicht wirklich zu gute.
Ist je nett eine kaputte Schaufensterpuppe und eine halb versunkene Uhr in die Giftbrühe zu legen um uns daran zu erinnern das wir bald keine Zeit mehr haben um uns vor den Auswirkungen der Umweltverschmutzung zu retten, aber bei dutzenden TV-Bildschirmen die durcheinander brabbeln hört es dann langsam auf.
Dank all dieser tollen Kreativität bleibt die Story nämlich so ziemlich auf der Strecke.
Soll nicht heißen das Godzilla ja sonst von seinen gut durchdachten Geschichten lebt, das sicher nicht. Aber hier wird die typisch dünne Geschichte auch noch miserabel erzählt.
Ständig gibt es unverständliche Handlungssprünge und unlogische ablaufende Ereignisse. Da ist das junge Pärchen grad noch mit dem kleinen Sohn des Doktors in der Achterbahn, da läuft selbiger weg, was mit einem "der kommt schon wieder" quittiert wird. Nächste Szene steht der kleine wer weiß wo in einer Telefonzelle während Hedora (das neue Monster) plötzlich angreift und die beiden verliebten fahren irgendwo in ihrem Auto herum. Was soll das?
Eigentlich liegt die Vermutung nahe, dass hier einige Passagen "überflüssiger" Handlung von westlichen Verleihern herausgeschnitten wurden, aber darauf ist kein Hinweis zu finden, der Film wird überall als ungekürzt eingestuft. So muss es dann wohl doch am Film selber liegen der hier auf derart krude Weise seine Szenen zusammenfügt.

Das könnte aber alles eigentlich auch noch egal sein wenn wenigstens das wirklich wichtige, die Monsterfights, den Film auch alleine tragen würden.
Diese sind zwar teilweise tatsächlich ganz nett und gerade die Zerstörungsorgie in der Ölraffinerie sieht auch sehr hübsch aus, aber teils herrscht auch hier zu viel unfreiwillige Albernheit.
Das beginnt bei Godzillas Macke sich ständig über den Mund zu wischen und endet in einem völlig idiotischen Flugmanöver der Kultechse, das nicht mal mehr zum Lachen sondern nur noch zum Haare raufen ist.

Da kann ich gut verstehen das Toho-Produzent Tanaka geschockt war als er, nach einem langen Krankenhausaufenthalt dieses Ergebnis sah.
"Frankensteins Kampf gegen die Teufelsmonster" ist wahrlich kein Höhepunkt der Godzilla Geschichte und ein paar Filme und Jahre später (1975) war es dann auch erst einmal ganz aus mit der Reihe und die erste Generation von Godzilla Filmen zu Ende.
Hedora sollte aber noch einmal zurückkommen, im bisher letzten Godzilla Film Link Godzilla: Final Wars 2004. (Stand 2011)

Screenshots

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 Info
Originaltitel:Gojira tai Hedora
Land:Japan
Jahr:1971
Regie:Yoshimitsu Banno
Medium:DVD (Marketing Film)
Lauflänge:ca. 86 Minuten
Freigabe:FSK ab 12 Jahren
Online-Filmdatenbank:OFDb

 Bewertung

Optik:

 7.jpg 7/10

Effekte:

 6.jpg 6/10

Sound:

 7.jpg 7/10

Story:

 5.jpg 5/10

 Gesamt:

  5/10

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Review by Df3nZ187 (© by Anime-Ronin.de)
Review verlinken: http://www.anime-ronin.de/review-965.htm