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Piano no mori
Story

Aufgrund einer Erkrankung seiner Großmutter zeiht der junge Amamiya mit seiner Mutter zu ihr aufs Land.
Schon bei ihrer Ankunft vermeint er Pianospiel aus einem dichten Wald zu hören und erst einmal in seiner neuen Schule angekommen wird sein anfänglicher Verdacht noch verstärkt, hält sich doch die hartnäckige Legende von einem Geisterpiano im Wald.
Wie sich herausstellt ist es sein Klassenkammerad Kai, der dieses alte, im Wald entsorgte, Piano spielt und das obwohl er zu Amamiyas verwundern, im Gegensatz zu ihm selbst, nie Klavierstunden hatte und nicht einmal Noten lesen kann.
Noch dazu ist Amamiya selbst nicht im Stande dem alten Piano auch nur einen Ton zu entlocken.
Und noch eine große Überraschung wartet auf den neu zugezogenen Jungpianisten, denn es zeigt sich das sein Klassenkammerad nicht der einzige mit außergewöhnlicher Begabung an seiner neuen Schule ist. Wie seine Mutter herausfindet ist sein neuer Musiklehrer ein hoch angesehener ehemaliger Pianist. Einer der besten der Welt sogar, bis seine linke Hand bei einem schweren Autounfall unheilbar verletzt wurde.

Meinung

Basierend auf dem gleichnamigen Manga erzählt „Piano no Mori“ die Geschichte zweier außergewöhnlicher Klaviertalente und ihrer wunderbaren Begegnung.
Der eine seit kleinster Kindheit an trainiert und ehrgeizig, der andere ein rechter Rumtreiber und Raufbold, der eigentlich mehr durch Zufall zur Musik fand, von Theorie nichts versteht und trotzdem grandios spielen kann.
Klar dass es, trotz bald aufblühender Freundschaft zwischen den beiden, am Ende auf ein Duell hinausläuft, natürlich in Form eines Musikwettbewerbs.
Doch „Piano no Mori“ ist nicht nur ein Film über die Liebe zur Musik, sondern auch über Freundschaft und auch wenn es in einer solchen manchmal neid und Missgunst und zeitweise Verstimmungen gibt, eine gute Freundschaft überlebt all dies und geht nur noch gefestigter daraus hervor.
Also leben beide ihre Liebe zur Musik und ihre Träume weiter und mit ihnen dürfen auch wir, die leider unbegabten Zuschauer, für eine Weile in den Zauber der Musik eintauchen und uns an tollen klassischen Tönen erfreuen, mit den beiden mitfiebern, ihre Können bewundern, uns über ihre lustigen und schönen Momente freuen und in den traurigen mit ihnen leiden.
Der Film findet dabei eine schöne Balance zwischen Drama und Komik, zwischen sonstigem Leben und Musik der beiden Hauptdarsteller.
So wirklich in die tiefe geht er zwar nicht, weder bei Amamiyas ehrgeizigem Umfeld, bei Kais zerrütteter Familie, noch bei der tragischen Vergangenheit des Lehrers, aber irgendwie hab ich es auch nicht wirklich vermisst im Film. Zu schnell und beschwingt ist die Zeit dahin geflogen zwischen Kais Erleuchtung im Musikzimmer der Schule, wenn ihm der Lehrer zu jedem der Bilder berühmter Komponisten an der Wand etwas vorspielt, seinem Kampf mit den Geistern der Klassik und Amamiyas hadern mit sich selbst.
Man mag es vielleicht etwas unfair finden, dass der Film es seiner Geschichte gleichtut und Kai so gegenüber seinem Freund bevorzugt, aber ich finde auch das passt eigentlich ganz gut und schafft die passende emotionale Grundlage beim Zuschauer für die Rivalität zwischen den beiden.
Darüber hinaus ist der wahre Hauptdarsteller aber eh die Musik und die Liebe zu ihr und die fantastischen Momente die sie einem im Gegenzug beschert.
Wenn ich jetzt beschreibe wie ein Mädchen in einer Szene zusammen mit ihrem Hund Klavier spielend und auf der Toilette sitzend über eine riesige grüne Wiese fliegt, dann mag sich der eine oder andere so aus dem Zusammenhang gerissen fragen was für ein Käse das bitte sein soll, aber im Film passiert das so schön und mitreißend das man zumindest kurz erahnen kann was es heißen kann Musik wirklich mit ganzem Körper fühlen und kreieren zu können. Es macht einen fast etwas neidisch.

Eigentlich nur noch Formsache zu erwähnen, dass als tolle Ergänzung dazu auch die gesamte Optik des Films von vorn bis hinten überzeugen kann.
Studio Madhouse hat mal wieder ganze Arbeit geleistet und von Zeichnungen über Designs bis Animationen von allem nur das feinste produziert. Zeichnungen und Designs sind mit ihrem Wechsel aus eher einfach wirkenden Flat-Stil Charakteren und aufwendigen Hintergründen voll im derzeitigen Trend und die Animationen eine tolle Verbindung von althergebrachtem und computeranimiertem, mit teils tollen Kamerafahrten.

„Piano no Mori“ ist einfach ein toller Musik-Anime, den man die Liebe zu seinem Thema ansieht und der jeden der gern Musik hört und für den Musik mehr ist als bloße Unterhaltung gefallen dürfte, ja selbst wenn Klassik und Klavierspiel sonst nicht zu den bevorzugten Genres zählen, denn seine Botschaft ist Genreübergreifend und für alle verständlich.
Ganz wie bei dem auch sehr gelungenem Link „Nitaboh“, den ich jedem der an „Piano no Mori“ gefallen findet ebenfalls nur wärmstens ans Herz legen kann, und natürlich auch umgekehrt.

Screenshots

Bild 1

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Bild 8

 Info
Originaltitel:Piano no mori
Lauflänge:ca. 101 Minuten
Jahr:2007
Regie:Masayuki Kojima
Online-Filmdatenbank:OFDb

 Bewertung

Grafik:

 8.jpg 8/10

Sound:

 9.jpg 9/10

Story:

 8.jpg 8/10

 Gesamt:

  9/10

Aufrufe: 4662
Review by Df3nZ187 (© by Anime-Ronin.de)
Review verlinken: http://www.anime-ronin.de/review-716.htm