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Black Lagoon
Story

Rokuro Okajima, genannt „Rock“, war einst ein eher unbedeutender japanischer Geschäftsmann, doch als man ihn mit einer Diskette voll hoch brisanter Daten auf Geschäftsreise schickte und sein Schiff von einer freischaffenden Piraten- & Schmugglerbande namens Black Lagoon überfallen wurde, wurde er von seinen bisherigen Arbeitgebern fallen gelassen und für Tot erklärt, worauf er sich Black Lagoon anschloss.
Nun lebt er zusammen mit der Schützin Revy, dem Hacke Benny und dem ehemaligen Vietnamveteran und Chef der Truppe Dutch in der Gangsterhochburg Roanapur, in der die kleine Truppe versucht zwischen all den kriminellen, den Triaden, der Mafia und nicht zu letzt dem „Hotel Moskau“, einer Organisation aus ehemaligen russischen Soldaten, zu überleben.

Meinung

„Black Lagoon“, dass ist eigentlich so ziemlich alles was man sich von einem echten Actionmanga für junge Burschen wie unser einer (*hust*) wünschen kann und noch mehr.
Jede Menge Knarren, viel Geballer, junge Frauen und körperbetonter Kleidung oder Fetisch-Outfits (Hausmädchen, Nonne), blutige Action, ein bisschen Humor und erotisches Knistern zwischen den Hauptdarstellern. Alles Zutaten die Männerherzen höher schlagen lassen können.
Doch wäre es falsch Black Lagoon nur auf dieses einfache Beuteschema zu reduzieren.
Klar bedient es viele Klischees, klar hat Revy gewisse Ähnlichkeit mit einer Punkversion von Lara Croft und natürlich fällt sie etwas auffällig oft in Posen die ihre seeehr kurzen Hosen besonders zur Geltung bringen. Aber erstens funktioniert das alles bei „Black Lagoon“ trotz der leichten Durchschaubarkeit sehr gut und zweitens hat Rei Hiroe durchaus noch mehr zu bieten, auch wenn viele das nicht wahr haben wollen. Es fällt bei all der durchaus vorhandenen Berechnung des Konzepts ja auch leicht „Black Lagoon“ schnell zu verurteilen.
Aber „Black Lagoon“ schafft es auch Fragen aufzuwerfen und sich nicht auf irgendwelche schwarz/weiß Charakterisierungen einzulassen.
Immer wieder werden wir neben der Action auch Zeuge davon wie die Charaktere sich selbst und ihre Motivation hinterfragen und versuchen herauszufinden wie sie zu dem geworden sind was sie sind und warum sie tun was sie tun.
Und dabei mein ich nicht dass mal nebenbei ein bisschen Heidegger zitiert wird. Paar kluge Sprüche kann jeder irgendwo abschreiben. Nein, man merkt schon das sich der Autor auch Gedanken über genau diese Themen gemacht hat und das er eben mehr kann als seine Geschichte mit allerlei Verweisen und Anspielung zu spicken. (von denen es hier viele gibt)
Rei Hiroe gibt seinen Figuren einen Background der sie glaubwürdig macht und er versteht es auch uns Aktionen, die erst unsinnig erscheinen, im nach hinein von/durch seine Figuren erklären zu lassen.
Das heißt nicht das man als Leser deshalb das was passiert plötzlich gutheißt oder das einem Figuren deshalb plötzlich sympathisch werden, sondern nur das wir hier nicht einfach einen als DEN „Bösen“ vorgesetzt bekommen und dem entgegen die guten Helden stehen und es dann dieser Aufteilung der Rollen nichts zu rütteln gibt.
In „Black Lagoon“ sind die meisten Charaktere sowohl „böse“ als auch „gut“, es ist nur die Perspektive von der wir die Geschichte betrachten die entscheidet zu welcher Seite sie unserer Meinung nach mehr tangieren.
Natürlich gibt der Autor als Erzähler der Geschichte hier eine gewisse Richtung vor, aber er ermuntert uns eben auch dazu vielleicht selbst das ganze noch mal anders zu betrachten.

Wer das allerdings nicht will, der wird sich jetzt natürlich an den Kopf schlagen und sich fragen wie man in so eine dumme Geschichte nur so etwas hineinprojizieren kann, wo es doch nur um Weiber mit dicken Knarren und dicken Titten und Geschmacklosigkeiten wie mordende, missbrauchte Kinder geht.

Zwar werden selbst die ungnädigsten Kritiker nicht ernsthaft leugnen können das zumindest die Zeichnungen recht gut und, auch wenn die Actionszenen etwas unübersichtlich ausfallen, auf einem soliden Niveau sind, aber die Geschichte rund um die „Black Lagoon“ wird auf jeden Fall die Gemüter und die Leserschaft spalten. „Black Lagoon“ hat einfach auf Grund der Thematik die besten Vorraussetzungen dafür zu polarisieren.
Mir hat der Manga aber sehr gut gefallen, sowohl in seiner ernsthaften Seite der Hinterfragung von Moralvorstellungen und Gesellschaftskritik, als auch als sehr unterhaltende, düstere Girls & Guns Action, mit einer guten Portion Witz.

Zu empfehlen ist übrigens auch die Link Animeumsetzung!

Cover

Bild 1

Bild 2

 Info
Verlag:Carlsen Comics
Zeichnung & Story:Rei Hiroe
Jahr:2003

 Bewertung

Grafik:

 8.jpg 8/10

Story:

 8.jpg 8/10

 Gesamt:

  8/10

Aufrufe: 4340
Review by Df3nZ187 (© by Anime-Ronin.de)
Review verlinken: http://www.anime-ronin.de/review-699.htm