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Black Lagoon
Story

Rokuro Okajima ist ein mittlerer Angestellter einer großen japanischen Firma. Von seinen Vorgesetzten wird er eher abwerten behandelt und seine Arbeit besteht zum großen Teil daraus den Kunden Honig ums Maul zu streichen.
Was Rokuro nicht ahnt ist, dass sein Arbeitgeber die Finger auch in sehr unlegalen Geschäften stecken hat. Die wird ihm allerdings zum Verhängnis als er ins ostchinesische Meer geschickt wird um eine Diskette mit wichtigen Informationen abzuliefern.
Das Schiff auf dem er reist wird von Piraten überfallen, die auf der Suche nach der Diskette sind und auch gleich noch Rokuro entführen, um Lösegeld für ihn zu erpressen.
Der Firma ist allerdings gar nicht daran gelegen diese Entführung publik werden zu lassen, sind die Daten auf der Diskette doch hoch brisant. So entscheiden sie sich dazu lieber Rokuro und die Diskette zu opfern, bevor letztere in die falschen Hände gerät.
Doch Rokuro schafft es das Vertrauen der Crew der „Black Lagoon“ zu gewinnen und nach dem die Sache mit der Diskette geklärt ist wird er, nun nur noch Rock genannt, Teil der Crew, die außer ihm noch aus der Schützin Rebecca genannt Revi, dem Computerspezialisten Benny und Dutch, dem Chef der Bande, besteht.
Zusammen arbeiten sie als freischaffende Piraten im ostchinesischen Meer. Doch können auch sie sich den Machtkämpfen in der Gegend nicht ganz entziehen und werden immer wieder in die Rangeleien zwischen Yakuza, Triaden, Columbiaern und vor allem der russischen Verbrecherorganisation „Hotel Moskau“, eine Gruppierung aus ehemaligen russischen Soldaten unter Führung der Kommandantin Balalaika, hineingezogen.

Meinung

„Black Lagoon“, das es mit seinen bisher 2 Staffeln auf 24 Folgen bringt, gehört mit Sicherheit zu den interessanteren Actionserien der letzten Zeit.
Im Grunde genommen ist das Konzept dabei eigentlich ziemlich simpel. Der Allerwelts-Durchschnittstyp, hier klar repräsentiert von Rock, darf als Identifikationsfigur für uns Zuschauer aus seinem langweiligen Leben ausbrechen und direkt überspringen in eine Welt voll Gefahren und wilder Abenteuer, in der er zudem von einer schönen Frau begleitet wird die ihn erst nicht so recht leiden kann, mit der er aber bald eine besondere Beziehung zu entwickeln beginnt. Das die hübsche Loveinterest dabei nicht nur große Glocken, sondern auch große Wummen ihr eigenen nennen darf, hat schon die selige Lara Croft zum Traum zahlloser Teenager gemacht.
Anbei gibt’s freilich noch ein paar klischeehafte Sidekicks, ein cooles Fortbewegungsmittel und weitere gefährliche, aber auch verführerische Frauen, was in der Summe dann immer wieder zu großen Schießereien mit noch größeren Explosionen und vielen ähnlichen Aktivitäten führt.
So weit, so gut.
Allerdings würde man „Black Lagoon“ dann doch unrecht tun, würde man es nur auf diese flache Erfolgsformel reduzieren.
Wie z.B. auch Link „Cowboy Bebop“, an das BL mich eh immer etwas erinnert, legt man auch hier dann durchaus auch wert darauf, den Charakteren etwas Background und dem ganzen etwas (tragische) Geschichte beizumischen. Die besten Ergebnisse erzielt man dabei allerdings nicht bei Rock oder Revi, sondern bei Balalaika und ihren russischen Kameraden, die für meinen Geschmack mit abstand die interessantesten Figuren sind. Rock bleibt hingegen relativ leer und auch bei Revi wird nicht wirklich viel über ihre Vergangenheit enthüllt und man begnügt sich eher mit Andeutungen.
So war es für mich dann in der Tat immer ein Highlight wenn in den Folgen Hotel Moskau ins Spiel kam. Das waren eigentlich meistens die besten.
Ebenfalls wie in CB (ja, tschuldigung das ich schon wieder den Vergleich ran ziehe) gibt es auch eine ganze Reihe von kuriosen Nebenfiguren, die die Geschichte auflockern und immer mal wieder für gute Momente und anhaltendes Interesse sorgen. Höhepunkte sind hier sicherlich die beiden mordenden Zwillinge, die über einige Folgen hinweg Hotel Moskau auf Trab halten und die auch eindeutig die härteste Geschichte in der ganzen Serie stellen. Hier schlägt BL von Action schon fast in Horror um.
Aber auch die Messerschwingende Thailänderin, die Nonne Eda oder die mit einer Kettensäge bewaffnete Killerin mit Kehlkopfmikrofon, sind erinnerungswürdige Nebenfiguren.
Über dieses ganz gute Charakterensemble hinaus unterhält BL vor allem auch durch eine anhaltende Zitierung von diverser (Pop)kultur. Ob nun Märchen, Legenden, Filme, andere Serien oder Musik, bis hin zu Philosophie von Sartre und Heidegger wird alles eingebaut.
Besonders lustig sind dabei die klaren Filmzitate, wie z.B. der Terminatorauftritt der Hausmädchenkillerin.
Besonders gefallen hat mir darüber hinaus auch die gute Atmosphäre die BL meist versprüht. Das Badboy Image der schmuddeligen Gangsterwelt mit ihren sehr harten Bewohnern entbehrt schon nicht eines gewissen Coolnessfaktor, dem man sich als Zuschauer schwer entziehen kann und der besonders Tarantinos Gangster immer umgab.
Wenn Revi und Rock z.B. gemeinsam im Polizeiauto sitzen und sich gegenseitig in einer etwas anderes „first kiss“ - Szene die Zigarette anstecken, dann ist das schon sehr rebellisch-romantisch und so manche Kampfszene lässt spontan an John Woo denken, auch wenn dessen Shoot - Out Ästhetik dann doch nie erreicht wird.
Und auch optisch macht BL einiges her. Die Figuren sind eigentlich alle samt gut designt und die Zeichnungen durchweg auf gutem Serienniveau. Besonders der oftmals etwas aquarellige Stil gefällt mir. Schön sind auch die Verknüpfungen von klassischen Animationen (bei den Figuren) und dem Computereinsatz, wie er beispielsweise bei den Fahrzeugen genutzt wird.
Was mich an BL hingegen etwas stört ist, dass es manchmal doch etwas zu abgedreht ist und manche Szenen doch zu schwachsinnig werden. Sicher, man kann von der Serie generell keinen all zu großen Realismus erwarten, schließlich soll es ordentlich Action geben, aber hin und wieder geht man im Eifer des Gefechts doch etwas zu weit und treibt das ganze etwas zu sehr auf die Spitze. Und auch einige Gags, so gut sie zur Auflockerung hin und wieder auch passen, kommen mir manchmal etwas deplaziert vor.

Nichts desto Trotz hatte ich viel Spaß mit „Black Lagoon“ und würde die Serie jedem Freund von ausgiebiger Actionunterhaltung empfehlen, der auch etwas Horroreinschlag vertragen kann. Neben all dem Krabumm hat BL dabei auch noch einige emotionale und auch tragische Momente zu bieten und dreht sich auch immer mal wieder um die Philosophie der verschiedenen Charaktere und wie sie so mit sich selbst und ihrer Situation leben.
Es gibt also viel, aber nicht nur hirnloses Geballer, und auch wenn man trotzdem nicht zu viel Tiefgang erwarten sollte, die Serie ist liegt klar über dem Durchschnitt.

Screenshots

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 Info
Originaltitel:Burakku ragûn
Lauflänge:ca. 24 Minuten pro Episode
Episoden:24
Freigabe:unbekannt
Jahr:2006
Regie:Sunao Katabuchi
Online-Filmdatenbank:OFDb

 Bewertung

Grafik:

 8.jpg 8/10

Sound:

 7.jpg 7/10

Story:

 7.jpg 7/10

 Gesamt:

  8/10

Aufrufe: 5895
Review by Df3nZ187 (© by Anime-Ronin.de)
Review verlinken: http://www.anime-ronin.de/review-578.htm