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Lady Snowblood
Story

Ihr Vater und ihr Bruder wurden von vier Verbrechern ermordet, ihre Mutter von ihnen vergewaltigt und verschleppt.
Nach dem sie einen der Mörder umbrachte, landete sie im Gefängnis und gebar dort Yuki, ihre Tochter.
Ein Kind der Rache, nur auf der Welt um die verbleibenden drei Verbrecher zur Strecke zu bringen.
Und nur dafür lebt sie.

Meinung

Ein Jahr nach dem Link ersten Teil der Okami Reihe kam mit „Lady Snowblood“ eine weitere Verfilmung eines Link Kazuo Koike Mangas in die japanischen Kinos.
Wie auch beim großen Bruder, so dreht sich auch hier alles um die Rache eines Einzelgängers.
Allerdings musste die Geschichte des Rachekindes Yuki für den Film doch einige Federn lassen. So wurde sie nicht nur auf spielfilmkompatible Länge heruntergekürzt, sondern auch kräftig umgestaltet, so dass sie sich eigentlich nur noch lose an der Vorlage orientiert.
Besonders die zum Teil recht explizite Erotik des Mangas wurde für den Film komplett gestrichen, dafür wurde Yuki ein Liebhaber verpasst und damit verbunden, der Geschichte ein um einiges dramatischeres Ende.
Das kann man einerseits natürlich als Frevel auffassen, andererseits birgt der Film so auch für Fans und Kenner des Mangas noch etwas Neues. Zumal man es auch keineswegs unterlassen hat auf den Manga zu referenzieren. So wurden Szenen aus dem Manga zum Teil fast eins zu eins nachgestellt und sogar direkt Bilder selbst im Film zur Illustration der Zeitungen verwendet.
Nun geht, besonders durch das weglassen der Erotik, der Geschichte natürlich trotzdem etwas an Flair verloren, den gerade das Yuki im Manga auch im sexuellen Bereich keine Tabus und Grenzen kennt um ihr Ziel, die Rache, zu erreichen, lässt ihren Charaktere noch ein ganzes Stück härter wirken, als er es jetzt im Film tut.
Zwar wird hier auch mit allerlei Tricks versucht Yuki möglichst finster daher kommen zu lassen (man beachte vor allem die böse-schräg rasierten Augenbrauen!), aber gegenüber ihrem gezeichneten Vorbild wirkt sie, grade auch wegen der dramatischen Liebschaft am Ende, doch eher soft. Direkt so als könnte sie nach vollbrachter Rache zur glücklichen Frau und Mutter überwechseln.
Dennoch kann man mit den Änderungen im Film leben, denn in sich wirkt der Film erfreulicher weise trotzdem Stimmig und das Bad End verpasst der Geschichte dann doch auch die nötige Düsternis, die man von so einem Revenge-Flick einfach erwartet.
Was nun das Swordsplay angeht, so kann sich „Lady Snowblood“ nicht mit den „Okami“ Filmen messen.
Wenn denn einmal zum Schwert gegriffen wird, dann geschieht dies meist ziemlich schnell und in hektischen Schnitten und verwackelter Kamera, so dass vom Kampf eigentlich außer viel verschwommenen Geschaukel wenig zu sehen ist.
Allerdings ist schon im Manga Yukis Stil ein sehr schneller, es ist eben doch keine Samuraigeschichte, sondern einfach nur die einer sich rächenden Frau.
Dafür darf man sich aber auf die, zu der Zeit typischen, Blutfontänen einstellen, die die rote Suppe Literweise durchs Bild schwappen lassen.
Die Gewaltdarstellung ist auch in „Lady Snowblood“ traditionell grafisch.
Diese Anleihe ans klassische japanische Theater wird im Film auch in einer Szene ganz speziell visualisiert, als sich plötzlich im vermeintlichen Schlussakt der Vorhang über die Szene senkt.
Nur eines von mehreren kleinen Kreativ-Experimenten die sich Regisseur Toshiya Fujita erlaubte.

So kann ich „Lady Snowblood“ am Ende, trotzt der vielen Veränderung im Vergleich zum Manga, sowohl Fans von härteren japanischen Swordsplay und Revenge Filmen, als auch Koike Fans empfehlen.
Wem bereits Filme wie die „Okami“ oder die Link „Hanzo the Razor“ Reihe gefallen haben, der wird mit der blutigen Schneelady eh nicht verkehrt liegen.

Screenshots

Bild 1

Bild 2

Bild 3

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Bild 8

 Info
Originaltitel:Shurayukihime
Land:Japan
Jahr:1973
Regie:Toshiya Fujita
Medium:DVD (Rapid Eye Movies)
Lauflänge:ca. 97 Minuten
Freigabe:FSK ab 16 Jahren
Online-Filmdatenbank:OFDb

 Bewertung

Optik:

 8.jpg 8/10

Effekte:

 6.jpg 6/10

Sound:

 7.jpg 7/10

Story:

 7.jpg 7/10

 Gesamt:

  8/10

Aufrufe: 5398
Review by Df3nZ187 (© by Anime-Ronin.de)
Review verlinken: http://www.anime-ronin.de/review-602.htm