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Take the X Train
Story

Toru arbeitet für eine Bahngesellschaft irgendwo in Japan und ist dort der Laufbursche der Belegschaft. Als er auf einer Sitzung mal wieder nur den Diener spielt und selbst danach nicht zu essen kommt, da ihm sein Chef die Ohre zu jammert, erleidet Toru plötzlich eine Art Anfall. Er scheint wie in Schock und seine Nase beginnt zu bluten. Doch das ganze ist so schnell vorbei wie es kam und Toru denkt sich nichts dabei. Als dann am Abend seine Freundin mit ihm Schlussmacht er leidet er erneut einen solchen Anfall. Zur gleichen Zeit erwacht andernorts in einem Schrottdepot ein alter Zug auf mysteriöse Weise wieder zum Leben.
Kurze Zeit später begegnen sich die beiden zum ersten mal auf einem Bahnhof.
Das Gerücht eines Geisterzuges, der das U-Bahnsystem unsicher macht, verbreitet sich natürlich wie ein Lauffeuer über die Stadt. Wie sich heraußtellt ist der verschwundene Schrottzug nicht irgendeiner, sondern der berühmte EF-5681, den Torus Chef jüngst für eine Imagekampagne wiederbeleben wollte. Der ist darüber natürlich überhaupt nicht erfreut und setzt Toru so zu das er auf die Toilette flieht und sich dort einschließt.
Doch da tauchen einige seltsame Gestalten auf, die auch schon das alte Schrottdepot untersucht haben, und setzten Toru und seinen Chef mit Gas außer Gefecht. Als Toru wieder aufwacht findet er sich in einem Laborkomplex wieder, wo jede Menge Untersuchungen an ihm durchgeführt werden und man ihn nach dem Geisterzug befragt.
Toru aber gelingt es zu fliehen und erneut begegnet er dem Geisterzug, doch kann er seinen Verfolgern nicht entkommen. Am Ende muss er sich dem Zug in einem finalen Kampf entgegenstellen.

Meinung

Im selben Jahr an dem er auch an Otomos Link „Manie Manie“ mitwirkte, vollendete Rintaro (Link Robotic Angel, Doomed Megalopolis) auch diesen kleinen Mysterieanime, der ganz im experimentellen Flair dieser Zeit steht.
Die Geschichte rund um Toru und den Geisterzug krankt nur leider etwas an der fehlenden Spannung. Es beginnt ja alles recht vielversprechend. Die ersten Anfälle, die erste Begegnung zwischen Toru und dem Zug, das auftauchen der mysteriösen Gestalten die in dem Depot rumschnüffeln. Das ist alles recht spannend und baut die Geschichte gut auf. Doch von dem Moment der Entführung Torus an ist irgendwie die Luft etwas raus. Die Flucht aus dem Labor ist gänzlich unspektakulär und schon fast etwas lieblos und auch die darauffolgende Hatz zwischen Toru und dem Zug ist nicht wirklich mitreißend. Irgendwie wirkt das ganze etwas lieblos. Erst der finale „Endkampf“ und besonders das Nachspiel im Depot können dann wirklich wieder Stimmung vermitteln und mich überzeugen. Da der Film mit knapp 50 Minuten Laufzeit nicht so furchtbar lang ist, kommt der Hänger im Mittelteil nicht so schlimm. Schade ist es trotzdem. Gerade auch auf der metaphorisch Ebene hätte man da etwas mehr liefern können. Der Zug als Manifestation von Torus Unzufriedenheit mit seinem Leben. Im Büro ist er nur der Laufbursche, die Freundin macht Schluss. Das ausgerechnet da die Anfälle kommen und der Zug erscheint, der ausgerechnet auch noch das Lieblingsmodell des Chefs ist, ist sicher kein Zufall. Ihn zu bekämpfen wird dann zu Torus Aufgabe. Der Konfrontation mit seinem unzufriedenen, wütenden Selbstbild entziehen kann er sich nicht. So kommt es zum Aufeinandertreffen der beiden, mit fatalem Ergebnis. Tja, da wäre mehr drin gewesen.
Gründe warum mich „Take the X Train“ nicht so anspricht kann man aber auch abseits der eigentlich Geschichte finden. Die Zeichnungen und Animationen sind zwar, für die damalige Zeit, durchgehend OK, aber die Chara-Designs gefallen mir überhaupt nicht. Die Körper sind klein und gedrungen, die Köpfe wirken oft zu groß und sind mit riesigen Mündern versehen. Sicher mal etwas anderes, aber es spricht mich einfach überhaupt nicht an.
Auch die dudelige Jazzuntermalung ist teilweise wirklich einfach unpassend. Sie wäre gut für ruhige, melancholische Szenarien, aber doch nicht für spannende Mysterie und schon gar nicht für Actionszenen.
Als Entschädigung und positives Gegengewicht kann man dann noch den visuellen Einfallsreichtum nennen, den Rintaro aufzuweisen hat. Es gibt einige sehenswerte Einstellungen (Nasenbluten von unten) und schön arrangierte Szenen (Die Sitzung am Anfang mit dem ständigen hin und her zwischen Toru und seinem Chef und der Belegschaft. Redet der eine sind die anderen „eingefroren“ und umgekehrt. Oder auch die „Sexszene“ zwischen Toru und seiner Freundin und generell Torus Anfälle sind sehr interessant montiert.)
„Take the X Train“ ist sicherlich eine gute Wahl für alle die auf etwas experimentellere und abgefahrene Animes stehen, ist aber auf diesem Gebiet sicherlich nicht meine erste Wahl. Er hat viele gute Ansätze, aber eben auch einige Schwachstellen. Im Endeffekt gibt’s eine gute Mischung, aber kein „must see“.

Screenshots

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 Info
Originaltitel:X Densha de Iko
Lauflänge:ca. 50 Minuten
Freigabe:unbekannt
Jahr:1987
Regie:Rintarô
Online-Filmdatenbank:OFDb

 Bewertung

Grafik:

 6.jpg 6/10

Sound:

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Story:

 7.jpg 7/10

 Gesamt:

  7/10

Aufrufe: 3487
Review by Df3nZ187 (© by Anime-Ronin.de)
Review verlinken: http://www.anime-ronin.de/review-458.htm