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Kokoro Library
Story

Abseits der Stadt, auf einem abgelegenen Berg, liegt die Kokoro Library. Geleitet wird sie von den beiden Schwestern Aru und Iina, die die Bücherei von ihren toten Eltern übernommen haben. Ihre kleine Schwester Kokoro ist hingegen noch Bibliothekarlehrling.
Leider ist die Bücherei aufgrund ihres abgelegenen Standortes wenig besucht, was das Leben der drei recht überschaubar macht.
Doch hin und wieder ereignen sich auch besondere Abenteuer. So haben die drei zum Beispiel interessante Sommerferien, die Bücherei wird das Ziel eine berühmten Meisterdiebs, Kokoro muss einen schwierigen Bibliothekarstest absolvieren, die drei müssen sich um ein junges Mädchen kümmern deren Mutter schwer krank ist und zu guter letzt will die neugewählte Bürgermeisterin die Bücherei sogar schließen.

Meinung

Also "Kokoro Library" wird beim sehen sicher niemanden überfordern.
Wie schon im Link gleichnamigen Manga, der der Serie zu Grunde liegt, geht es storytechnisch eher sanft und ruhig zu. Dabei wird die Grundgeschichte des Mangas aufgegriffen, allerdings ziemlich abgeändert erzählt und um einige neue Geschichten und Hintergrundinformationen ergänzt. So erfahren wir zum Ende aus dem Tagebuch von Kokoros Vater zum Beispiel wie die Bücherei auf dem abgelegenen Berg überhaupt entstanden ist. Darüber hat sich der Manga ja ziemlich ausgeschwiegen.
So wirkt die Geschichte im Anime auch nicht ganz so flach wie im Manga und hat doch etwas mehr Tiefgang. Allerdings allzu viel tiefgründiges Geplänkel sollte man dennoch nicht erwarten. Das ganze weiß eher auf einer emotionalen Ebene zu begeistern. So gelingt es die zwar eher anspruchslosen Geschichten durch schöne Bilder und geschickt dazu gesetzte Musik zumindest einen gefühlsmäßigen Tiefgang zu verleihen. Da liegt dann auch der große Knackpunkt bei KL. Man muss bereit sein sich auf die Geschichte um die kleine Bibliothekarin Kokoro einzulassen. Da heißt es Gehirn abschalten und Herz öffnen um das ganze wirklich genießen zu können.
Um die Geschichte über die 13 Folgen nicht langweilig werden zu lassen wurden auch einige neue Figuren hinzugefügt. So haben im Anime auch endlich männliche Charaktere einen Auftritt, wie der Lieferant Uezawa oder der Meisterdieb. Und auch Kokoros Vater begeleiten wir in einer langen Rückblende.
Andere wie die zweite Schriftstellerin hingegen haben es nicht in den Anime geschafft.
Hinübergerettet haben sich natürlich auch die kleinen, immer mal wieder eingestreuten, "das ist jetzt aber schon etwas mehr als normale Geschwisterliebe" Einlagen, zwischen Kokoro und Iina. Während Aru nicht mehr so interessiert an ihrer Schwester zu sein scheint wie das noch im Manga rüberkommt. Dafür hat Iina mit Uezawa einen Verehrer bekommen.
Etwas aufgebessert wurde der angenehme, leise Humor der im Anime noch verfeinert wird.
So dreht sich ein großer Teil der Serie auch um eben jene leicht lustigen Geschichte, die hin und wieder mit einigen dramatischen, traurige Momenten versetzt werden. Zum Ende hin darf es dann auch noch mal etwas ernster werden, bevor ganz am Ende noch einmal zum Kitsch-Rundumschlag ausgeholt wird, wenn alle möglichen bisher aufgetauchten Charaktere Kokoro dabei zu helfen zur Bürgermeisterin zu gelangen, um die Schließung der Bücherei zu verhindern.
Doch auch über solche Momente kann einen die erstklassige Optik hinweghelfen, die wie schon im Manga das Standbein bilden. Die Designs wurden dabei quasi 1 zu 1 übernommen, was natürlich dafür sorgt das die Optik wieder super cute ist. Dazu kommt das das ganze auch noch durchweg toll animiert wurde und mit einigen wirklich sehr guten Szenen glänzen kann. Natürlich kann nicht die ganze Serie den Standart dieser Szenen halten, aber es gibt durchweg keine wirklich schwachen Momente.
Wie oben schon erwähnt tut auch der tolle Score seine Sache dazu, das die Serie so gut funktioniert. Nicht nur das er für jede Szene die passende musikalische Untermalung besteuert, teilweise übernimmt er richtig die Rolle des gesprochenen Worts und führt, wie in alten Stummfilmen, die Szene weiter indem er Gefühle, Stimmungen und Gedanken der Charaktere vermittelt.
Viele können sicher nicht verstehen wie man einer derart simplen und flachen Serie eine derart gute Bewertung geben kann, aber mich hat sie (wie auch schon der Manga) wirklich begeistern können. Bei vielen wird ihr das auch nicht gelingen, aber wer bereit ist sich der Geschichte zu öffnen und sich emotional davon bewegen zu lassen, der dürfte eine schöne Zeit beim schauen haben.

Screenshots

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Bild 5

 Info
Originaltitel:Kokoro Toshokan
Lauflänge:ca. 25 Minuten pro Episode
Episoden:13 (+1 Special)
Freigabe:unbekannt
Jahr:2001
Regie:Koji Masunari
Online-Filmdatenbank:OFDb

 Bewertung

Grafik:

 9.jpg 9/10

Sound:

 9.jpg 9/10

Story:

 6.jpg 6/10

 Gesamt:

  8/10

Aufrufe: 5275
Review by Df3nZ187 (© by Anime-Ronin.de)
Review verlinken: http://www.anime-ronin.de/review-355.htm