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Ghost in the Shell: Innocence
Story

Seit der Verschmelzung von Major Kusanagi und dem Puppetmaster am Ende von „Ghost in the Shell“ ist inzwischen einige Zeit vergangen. Inzwischen schreiben wir das Jahr 2036 und Batou und Togusa ermitteln in einer Reihe seltsamer Mordfälle, in denen einige Sex-Cyborgs ihre Besitzer ermordet haben. Die beiden beginnen ihre Ermittlungen in einer Cyborgfabrik im nördlichen Viertel, wo sie allerdings nicht gerade herzlich begrüßt werden. Dort erfahren sie das der letzte der Cyborgs kurz vor seinem Tod noch einen Hilferuf an das Labor abgesetzt hat, den man sich nicht erklären kann, und das sich der Cyborg selbst töten wollte. Ebenfalls erfahren sie das einst ein Wissenschaftler versuchte die Gefühle und den Geist von Menschen in Cyborgs zu übertragen, das aber verboten wurde weil das menschliche Ausgangsmaterial dabei komplett zerstört wurde. Allerdings bestreitet die Chefin je wieder etwas von diesem Mann gehört zu haben. Warum die Cyborgs diese Ausraster haben, die ja scheinbar doch durch Gefühle ausgelöst wurden, kann sie allerdings auch nicht erklären.
Als die beiden die Fabrik wieder verlassen werden sie zu einem neuen Tatort gerufen.
Dort wurde ein Mann umgebracht der ein 15jähriges Mädchen entführt hatte. Von dem Mädchen fehlt allerdings jede Spur. Nur ein Hologrammbild von ihr kann am Tatort gefunden werden. Die Spuren deuten aber daraufhin das das Verbrechen von einem Cyborg verübt wurde. Weitere Untersuchungen des Leichnams können dann auch die Art Cyborg klären, die den Mord verübte. Auch ein möglicher Aufenthaltsort für den Cyborg kann bestimm werden. Ein bekannter Yakuza hat ein derartiges Modell als Leibwächter. Nur eine Verbindung zwischen dem Entführer und der Yakuza kann nicht gefunden werden, dennoch entschließen sich Batou und Togusa dem Versteck der Yakuza einen Besuch abzustatten.
Togusa bittet Batou zwar noch sich zurück zu halten, aber das ganze artet trotzdem in eine wilde Ballerei aus. Immerhin finden sie den gesuchten Cyborg und können ihn ausschalten.
Ihr Chef ist von der wilden Ballerei allerdings natürlich weniger begeistert.
Auf dem Weg nach Hause will Batou noch etwas Futter für seinen Hund kaufen, doch plötzlich dreht er mitten im Geschäft durch und schießt um sich. Zum glück ist gleich einer seiner Kollegen zur Stelle um ihn aus zu schalten.
Wie sich herausstellt ist es irgend jemanden gelungen sich in Batous Cyberbrain zu hacken. Und als wäre das nicht schlechte Nachricht genug sieht es so aus als müsste der Fall bald eingestellt werden.
Jetzt müssen die beiden schnell handeln, doch wo wird sie dieser Fall noch hinführen?
Was hat es mit den Amok laufenden Cyborgs auf sich und welches schreckliche Geheimnis steht hinter deren Produktion?
Und wer ist der mysteriöse „Schutzengel“ von dem Batou immer spricht und der ihn angeblich immer beschützt?

Meinung

Ghost in the Shell, der Name steht für Qualität. Egal ob als Anime oder als Manga, die Werke haben immer die Messlatte höher gelegt und sind zu „State of the Art“ Werken geworden die zeigten was möglich ist, und auch Innocence bildet da keine Ausnahme.
In Sachen Story wird der Link Vorgänger weitergeführt. Abseits der Krimi-Thematik geht es weiterhin um das Zusammenleben von Mensch und Maschine und die Annäherung von beiden, wenn die Menschen immer mehr wie Maschinen und die Maschinen immer mehr wie Menschen werden. In dieser Zukunft gibt es so gut wie keine Menschen mehr die nicht irgendwie durch Maschinenteile aufgewertet wurden. Ob nun künstliche und leistungsfähigere Gliedmaßen oder Chips im Gehirn, es wird manipuliert und „verbessert“ wo es nur geht. Zugleich werden die Cyborgs den Menschen immer ähnlicher und sollen nun also auch menschliche Gefühle bekommen. Nur die in Teil 1 immer sehr präsente Frage ab wann eine Maschine praktisch ein Mensch geworden ist kommt hier etwas kürzer, was daran liegt das der Cyborg Motoko Kusanagi durch den diese Frage ja aufgeworfen wurde nicht mehr existiert. Dafür wird hier das Augenmerk mehr auf das Zusammeleben zwischen Menschen und Cyborgs und die daraus neu entstehende Kultur geworfen. Auf jeden Fall gibt es wieder jede Menge Ansätze über die der Zuschauer nachdenken soll und uns werden wieder die negativen Folgen dieser Entwicklung vor Augen gehalten (Batous Brainhack und daraus folgender Amoklauf).
Noch beeindruckender als die Story ist aber wieder die Optik geworden. Dank massiven Computereinsatz gibt es eigentlich den ganzen Film über keinen Moment der nicht neue Maßstäbe in Sachen gelungener Verbindung von handgezeichnet und computeranimiert setzt.
Schönste Spiegelungen und Kamerafahrten lassen die Kinnlade nach unten klappen. Was in andere Animes vielleicht in 2, 3 Szenen für Aufruhr sorgte gehört in Innocence zum Standartprogramm. Natürlich dürfen auch die tollen Stadtaufnahmen, die schon in Teil 1 mächtig zur Atmosphäre beigetragen habe, nicht fehlen. Allerdings hat man sich hier diesmal nicht nur auf triste Slums beschränkt sondern auch kräftig in den Farbtopf gegriffen. So verzaubert uns zum Beispiel ein prächtiger Umzug mit mystischen Fantasiefiguren oder eine riesige Villa voll von Holgrammen, die zum Beindruckensteen gehört was man bisher im Bereich Anime sehen konnte. Generell gibt es IMHO nichts was sich im Moment mit der Optik von Innocence messen kann. Innocence legt die Latte für die Anderen ein ganzes Stück höher. Einfach in jeder Sekunde des Films Augenschmaus pur.
Die Musik orientiert sich am ersten Teil und unterstützt auch Innocence wieder perfekt.
Die einzige Schwäche die ich Innocence nachsagen könnte, wäre vielleicht das es etwas viel auf einmal ist und den Zuschauer doch schon fast erschlägt. Aber ist das wirklich unbedingt eine Schwäche? Nein, eigentlich nicht. Innocence ist vom genialen Intro (wie in Teil die Entstehungen eines Cyborgs) bis zum Abspann einfach nur ein Sehgenuss.
Unbedingte Empfehlung meiner Einer. Den Film muss man einfach gesehen haben.

Screenshots

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 Info
Originaltitel:Innocence: Kokaku kidotai
Lauflänge:ca. 98 Minuten
Freigabe:unbekannt
Jahr:2004
Regie:Mamoru Oshii
Online-Filmdatenbank:OFDb

 Bewertung

Grafik:

 10.jpg 10/10

Sound:

 9.jpg 9/10

Story:

 9.jpg 9/10

 Gesamt:

  10/10

Aufrufe: 9156
Review by Df3nZ187 (© by Anime-Ronin.de)
Review verlinken: http://www.anime-ronin.de/review-284.htm