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Godzilla - Duell der Megasaurier
Story

1992 wird Japan durch das Auftauchen eines vermeintlichen UFOs aufgeschreckt.
Doch der Reporter Kenichiro ist wenig beeindruckt von der Nachricht des Jahres, sondern interessiert sich mehr für einen scheinbar geistig verwirrten Unruhestifter, der in einem Dino-Park sein Unwesen treibt. Der war nämlich mal Soldat und behauptet im 2ten Weltkrieg auf einer Pazifikinsel von einem waschechten Dinosaurier gerettet worden zu sein.
Kenichiro geht dem nach und findet weitere Zeitzeugen und sogar Fotos des Dinos. Außerdem findet er heraus das genau in dieser Gegend von den Amerikanern Wasserstoffbomben getestet wurden und so kombiniert er das es dieser übrig gebliebene Dinosaurier war, aus dem unter Einwirkung der massiven Strahlung der H-Bomben, letztendlich das schreckliche Monster Godzilla wurde.

Derweil hat die japanische Regierung Kontakt zum UFO aufgenommen und wie sich herausstellt ist es eine Zeitmaschine aus der Zukunft. Sie ist aus dem 23ten Jahrhundert zurück gekommen um Japan vor der Vernichtung durch Godzilla zu bewahren.
Dazu haben die Zukunftsmenschen den Plan ausgetüftelt den Dinosaurier rechtzeitig per Teleport von der Pazifikinsel zu evakuieren, bevor er durch die Bombentests mutieren kann.
Dazu reisen die Zukunftsfrau Emi und der Androide M11 zusammen mit Kenichiro, der ja den Zusammenhang zwischen dem Saurier und Godzilla entdeckt hat, dem Professor der ihn bei seinen Recherchen unterstützte und der Telepathin Miki zurück in Jahr 1944.

Dort gelingt es ihnen auch den Dino von der Insel zu schaffen, doch setzt Emi dafür drei knuddelige Tierchen aus der Zukunft auf der Insel aus. Zurück im Jahre 1992 sind die drei zum Monster Ghidorah mutiert, dass nun statt Godzilla durch Japan wütet.
Wie sich zeigt war das von Beginn an der Plan der Zukunftsmenschen, denn sie haben Ghidorah unter Kontrolle und wollen so verhindern das Japan im 23ten Jahrhundert zum mächtigsten Land der Erde aufsteigt.
Doch Emi stellt sich auf die Seite ihrer Landsleute, weil ihr der Plan der anderen Zeitreisenden zu weit geht. Während der größte Wirtschaftsboss Japans, der seinerzeit als Soldat auch auf der Pazifikinsel vom Dino gerettet wurde, sein eigenes Atom-U-Boot losschickt um den kleinen doch noch in Godzilla zu verwandeln, gelingt es Emi M11 umzuprogrammieren und mit seiner Hilfe den Zentralcomputer der Zeitreisenden zu zerstören.

Nun haben sie Ghidorah, die derweil gegen den schon längst wieder auferstandenen Godzilla kämpft (der sich unterwegs mit Hilfe des Atom-U-Boots noch etwas mehr aufgeladen hat), nicht mehr unter Kontrolle und Godzilla kann das Monster leicht besiegen.
Doch wohin nun mit ihm?

Während Godzilla munter auf Tokio zu stapft fliegt Emi zurück in die Zukunft und baut aus den Überresten Ghidorahs eine neue Mecha-Ghidorah, mit der sie sich in der Vergangenheit Godzilla zum Kampf stellt.

Meinung

"Godzilla - Duell der Megasaurier" aus der zweiten Godzilla-Generation (1984-1995) gehört wohl zu den umstrittensten Filmen der Reihe. Nach dem der Vorgänger Link Godzilla, der Urgigant zwar ein wirklich interessantes neues Monster bot, aber darüber hinaus ein ziemlicher Flop war, hieß es nun mal wieder etwas Geld in die Kassen zu spülen und die Fans wieder für die Reihe zu begeistern.
Der Weg den man dazu wählte, ist es dann auch der diesem Film für so manchen westlichen Fan einen etwas schalen Beigeschmack gibt.
In einer gewohnt haarsträubenden Geschichte rund um Zeitreisende aus der Zukunft ergeht man sich diese Mal nämlich in allzu aufgeblasene nationalistische Wahnvorstellungen. Da wird nicht nur der alte Traum von Japan als beherrschende Weltmacht, die ihre "Wohlstandzone" dieses Mal auch auf Afrika und Südamerika auszudehnen vermag, reaktiviert, sondern auch die grausamen Pazifikschlachten um gottverlassene Inseln zur heldenhaften Aufopferung für den (göttlichen) Tenno hochstilisiert.
Keinesfalls (bis zum Wahnsinn) fanatisch, sondern heroisch und beglückt stürzen sich die tapferen japanischen Soldaten notfalls mit ihrem Katana gegen die Übermacht der amerikanischen Invasoren(!!) in die Schlacht und werden schließlich von einem Dinosaurier gerettet, dem sie zum Dank ein Apell halten. Soweit alles klar, ja?

Quasi als Rache wird dieses Dino-Relikt dann von den Amis zur Monsterform Godzilla gebombt, die das arme Japan fortan quälen sollte.
Von so etwas lässt sich das tapfere Japan aber natürlich nicht unterkriegen und wird trotzdem dank all seiner überlegenen Tugenden zu stärksten Nation der Erde, was die bösen Westler (Amerikaner) natürlich prompt dazu veranlasst ihm mit einer hintertückischen List ein weiteres Monster auf den Hals zu hetzen um es wieder klein zu halten.
Das ist eigentlich alles weder in der japanischen Kultur an sich, noch im Godzilla Universum etwas neues, aber so plakativ und direkt wie hier kam es bisher noch nie heraus.
Godzilla war immer auch eine Metapher auf die Schrecken der Atombombe, aber früher mal eine die Japan zum Frieden mahnte und die zwar als ungerecht und übertrieben galt, aber an der man irgendwie ja auch ein bisschen selbst schuld war. Nun solche Einsichten scheinen, zumindest in "Duell der Megasaurier" inzwischen verschwunden, nun ist alles nur den bösen westlichen Teufeln ihre Schuld, Japan nur ein armes Opfer.

Über diesen National-Quark hinaus besticht die Handlung durch die üblichen Logikpannen, die mit einem derart heiklen Thema wie Zeitreise natürlich nicht kleiner werden. Das fällt dem Film zum Teil auch selbst auf, vernünftige Erklärung für Fragen wie: "Wenn man Godzilla komplett auslöschen will, warum tötet man den Insel-Dino in der Vergangenheit nicht einfach, statt ihn wegzubringen?" findet er aber trotzdem nicht.
Stattdessen bedient man sich lieber munter bei großen Hollywood-Vorbildern, muss für die Zeitreise scheinbar einen kurzen Kubrick-Weltraumausflug hinlegen und hat einen Androiden dabei der mal mehr 6 Millionen Dollar Mann und mal eher Terminator ist. Wenigstens sind die vielen Anleihen herrlich unterhaltsam und die Story wird auch flott erzählt, so dass sie zumindest nicht langweilt.

Außerdem hat man ordentlich Platz für Monsteraction gelassen.
Am Anfang ist sie noch eher albern, wenn der kleine Insel-Dino böse Amis plattlatschen darf. Aber als dann Ghidorah über Japan auftaucht werden ordentlich Miniatursets geschrottet. Es kracht und raucht und brennt an allen Ecken und Enden und besonders so manches Haus fliegt sehr schön gemacht in die Luft.
Auch das Militär darf, wirkungslos wie eh und jäh, mit ein paar Panzern und Strahlenkanonen mitmischen, wird dann aber bei Zeiten von Godzilla als Gegner abgelöst, der erst ordentlich einstecken, schließlich aber doch triumphieren darf.
Spielt dieses erste Scharmützel noch auf waldigem Naturgrund, so holt man für das große Finale noch mal alles aus der Spielzeugkiste was an Modellbausätzen verfügbar war. Mecha-Ghidorah ist nur teilweise ein neues Monster, sieht aber cool aus und hat ein paar zusätzliche Gadgets an Board mit denen es Godzilla das Leben schwer machen kann. Zudem dürfen sich beide jetzt auch mitten in der Großstadt kloppen, was einiges an zusätzlicher Zerstörung nach sich zieht. (ist halt doch noch was anderes ob nur blöde Bäume dran glauben müssen oder ob die Monster nebenbei noch ein paar Hochhäuser demolieren)
Ebenfalls nicht unerwähnt bleiben dürfen auch die Fluggeräte der Zeitreisenden. Vor allem der kleine Gleiter hat ein tolles Design.

So kann mich "Godzilla - Duell der Megasaurier" wenigstens auf diesem Gebiet überzeugen und sich, trotzt der nicht nur typisch schwachsinnigen, sondern dieses Mal auch eklig nationalfrömmelnden Story, grad noch so ein Prädikat - Sehenswert erkämpfen.
Nun, zumindest ist der eingangs erwähnte Plan an der Kinokasse aufgegangen, in Japan war der Film ein Hit.

Screenshots

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 Info
Originaltitel:Gojira tai Kingu Ghidora
Land:Japan
Jahr:1991
Regie:Kazuki Omori
Medium:DVD (Marketing Film)
Lauflänge:ca. 103 Minuten
Freigabe:FSK ab 12 Jahren
Online-Filmdatenbank:OFDb

 Bewertung

Optik:

 7.jpg 7/10

Effekte:

 7.jpg 7/10

Sound:

 8.jpg 8/10

Story:

 5.jpg 5/10

 Gesamt:

  6/10

Aufrufe: 3895
Review by Df3nZ187 (© by Anime-Ronin.de)
Review verlinken: http://www.anime-ronin.de/review-982.htm