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Godzilla - Befehl aus dem Dunkeln
Story

Die beiden Astronauten Glenn und Fuji sind mit ihrem Raumschiff P1 auf dem Weg zum erst kürzlich entdeckten Kleinplaneten Alpha 707, von dem seltsame Radiostrahlen die Erde erreichen.
Dort angekommen müssen sie feststellen dass der Planet keines falls unbewohnt ist. Tief unter der Oberfläche leben die Alphamenschen, die sich hier hin zurückziehen mussten seit dem das Monster Ghidorah ihren Planeten attackiert.
Die Alphamenschen bitten sie um Hilfe und möchten sich gern Godzilla und Radon von der Erde holen, als Gegenleistung bieten sie den Menschen ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse an.

Der weil erhält auf der Erde der erfolglose Jungerfinder Tetsuo von der schönen Firmenvertreterin Namikawa ein mehr als großzügiges Angebot für seine jüngste Erfindung den Taschenschreck.
Für Tetsuo ist das die Gelegenheit auf die er gewartet hat, denn jetzt kann er vielleicht endlich seine Freundin Haruno, die Schwester von Fuji, heiraten. Der war bisher nämlich strikt gegen eine Hochzeit der Beiden, weil Tetsuo es in seinen Augen mit seinen Erfindungen nie zu etwas bringen wird.

Als die beiden Astronauten mit dem Anliegen der Alphamenschen zur Erde zurück kommen debattiert der Sicherheitsrat darüber ob man ihnen helfen sollte oder nicht. Fürs erste schickt man auf jeden Fall erst einmal Suchtrupps aus um die Aufenthaltsorte der beiden Monster zu überprüfen.
Diese scheinen auch tatsächlich zu stimmen, aber bevor man weiter debattieren kann stellt sich heraus, das die Alphamenschen bereits auf der Erde sind und Godzilla und Radon mitnehmen wollen.

Während die Vertreter der Menschen etwas verstimmt in einen Dialog einwilligen und schließlich Fuji, Glenn und ihr Chef Dr. Sakurai mit den Alphamenschen und den beiden Monstern nach Alpha 707 fliegen, quälen Tetsuo ganz andere Sorgen. Er hat noch immer kein Geld von der Firma die seinen Taschenschreck kaufte gesehen und seine Versuche dort vorstellig zu werden verlaufen regelmäßig im Sande.
Wie der Zufall so bekommt er aber mit das Glenn und Frau Namikawa ein Paar sind und kommt so auf ihre Fährte und verfolgt sie schließlich bis zu einem abgelegenen Landhaus, wo er aber von der Alphamenschen gefangenen genommen wird.

Inzwischen sind die mit ihren menschlichen Gästen auf Alpha 707 angekommen und schauen genüsslich zu wie Godzilla und Radon Ghidorah vertreiben. Glenn und Fuji wollen sich kurz in der Basis umsehen, werden aber wieder eingefangen und schließlich mit einem Tonband nach Hause geschickt.
Als sie dies aber vor dem Sicherheitsrat abspielen sind darauf nicht die erhofften wissenschaftlichen Erkenntnisse, sondern ein Ultimatum der Alphamenschen an die Erdbevölkerung sich ihnen zu unterwerfen.
Als Bekräftigung ihrer Drohung bringen sie Godzilla und Radon, die nun unter ihrer Kontrolle stehen, zurück auf die Erde und drohen sie dort loszulassen.

Derweil ist auch Glenn in ihre Gefangenschaft geraten und schmort mit Tetsuo in einer Zelle, als sie durch eine geheime Botschaft der inzwischen ermordeten Namikawa drauf kommen das die Alphamenschen allergisch auf Tetsuos Taschenschreck reagieren. Prompt können sie sich mit selbigen befreien und kehren ins Hauptquartier zurück, wo Fuji unterdessen an einem Störsender für das Kontrollsignal der Außerirdischen bastelt. Sie beschließen also ihre beiden letzten Trümpfe gegen die Eroberer auszuspielen, die derweil Godzilla und Radon frei gelassen haben.
Zu allem Überfluss taucht dann auch noch Ghidorah auf der Erde auf, das große Finale kann beginnen.

Meinung

Oh, ich muss es gleich vorweg sagen - „Befehl aus dem Dunkel“ ist einer meiner absoluten Lieblings-Godzillas. Wenn ich diesen Film sehe, dann bin ich wieder irgendwas zwischen 7 und 10 Jahre alt. Ich gehe noch zur Grundschule, werde jeden Tag nach dem Unterricht von meiner Oma abgeholt, bei der es dann erst Mittag gibt, anschließend darf ich in ihrem Kinderzimmer etwas in meinen Comicheften (bevorzugt Spuk- oder Gespenstergeschichten) oder in Jerry Cotton oder John Sinclair Romanen schmökern. Und pünktlich zum Cafe holt der Opa dann eine seiner vielen Videokassetten aus dem Schrank und wir gucken einen Film, bis meine Mutter von der Arbeit und mich abholen kommt. Mal war es ein James Bond, oft ein Louis de Funès. Mal eine Folge Ekel Alfred oder einer von Pepes tollen Streichen. Oft war es aber auch ein Godzilla Film, und nebst einer Handvoll anderen war eben genau „Befehl aus dem Dunkel“ einer dieser die da wieder und wieder über die Mattscheibe flimmerte und mein junges Gemüt in Verzückung versetzten. Ein Bund fürs Leben war geschmiedet.

Dabei spielen Godzilla und Co. In diesem Weltraumabenteuer eigentlich schon fast so etwas wie eine Nebenrolle. Zwar dürfen sie öfters mal auftreten und sich ein bisschen rumbalgen, aber diese Szenen sind doch immer nur recht kurz und der Schwerpunkt des Films liegt ganz eindeutig bei den menschlichen Akteuren und ihrem Kampf gegen die bösen Alien-Invasoren.
Selbige Geschichte ist dabei mal wieder der schönste Humbug und schert sich gewohnt wenig um störende Nebensächlichkeiten wie Logik und ähnlich überflüssiges.
Das beginnt bei solch fundamentalen Fragen wie warum die völlig überlegenen Alphamenschen sich überhaupt erst die Mühe machen um die Hilfe der Menschen zu bitten, statt sich gleich Godzilla und Radon einfach zu holen und anschließend die Erde zu besetzen. Oder warum beseitigen sie Tetsuo nicht einfach und zerstören seinen Taschenschreck, statt eine riesen Scharade aufzuziehen um ihm das Ding abzukaufen?
Natürlich werden auch alle Gefangenen unnötiger Weise am Leben gelassen, damit sie später schön fliehen können, usw., usw., wollte man jetzt alles aufzählen bräuchte man noch ein paar Seiten.
Das die Story trotzdem irgendwie funktioniert und den Film sogar über weite Strecken und brauchbare Monsteraction trägt liegt wohl vor allem daran das sie ordentlich Tempo macht und Schlag auf Schlag irgendwelche wichtigen Sachen passieren. Außerdem haben die Alphamenschen, trotzt seltsamer Anzüge und Fingerzeichen, mit ihren coolen Brillen und lustigen UFOs irgendwie einfach etwas. Ich weiß nicht ob hier die Nostalgie mein Hirn vernebelt, aber man ich mag sie einfach. Mit ihrer arroganten Überheblichkeit und ihrem überlegen kühlem Maschinenintellekt.
Natürlich ist genau der am Ende ihre größte Schwäche, also mal abgesehen davon das sie außerdem gegen Krach allergisch sind. Da haben sie sich mit der Erde aber auch total den falschen Planeten ausgesucht.

Nun, die meisten wollen bei Godzilla aber vermutlich eher wenig Metallic-Aliens und stattdessen mehr Monsterkeile sehen. Wie schon gesagt hat „Befehl aus dem Dunkel“ davon nicht so viel zu bieten. Es gibt eine kurze Sequenz in der Ghidorah auf der kahlen Planetenoberfläche etwas Staub aufwirbeln darf. Dann ist erst mal ne weile Pause, bis Godzilla und Radon abgeschleppt werden und sich mit Ghidorah ein kurzes Scharmützel inklusive Steine werfen liefern dürfen. Das ist aber auch schnell vorbei und wir bekommen eine paar drollige Freudenhopser von Godzilla spendiert. (neben der berühmt-berüchtigten Flugszene aus Link Frankensteins Kampf gegen die Teufelsmonster wohl eine der bizarrsten Godzilla Aktionen)
Schlussendlich werden die beiden zurück auf die Erde verfrachtet und dürfen ein bisschen Häuser platt trampeln und Brücken umreißen. Alles irgendwo in dünn besiedeltem Gebiet. Für Großstadt war nach all der Weltraum-Alien-Kulisse wohl kein Geld mehr übrig?
Dabei bekommen sie es natürlich auch mit dem Militär zu tun und schließlich mischt Ghidorah auch noch wieder mit. Diese Szenen sind ganz nett, aber auch nicht mehr.
Etwas mehr Stimmung kommt dann in die Bude, wenn die Menschen zum großen Gegenangriff blasen. Zur infernalischen Untermalung eines schmissigen Angriffs-Marsch gepaart mit dem Krach aus der Taschenschreck-Dose stoßen die neuen Strahlenkanonen vor und machen den Aliens den Gar aus. Das haut ordentlich rein.
Schlussendlich bleiben dann aber kaum noch fünf Minuten fürs große Monster-Brattle, das entsprechend dürftig ausfällt. Godzilla muss Ghidorah und Radon erst mal wach klopfen, bevor die drei ein bisschen rum plänkeln und mit ihren Strahlen rumfeuern um letztendlich verknäult ins Meer zu stürzen und Sang und Klanglos unterzugehen. Wieder raus kommt nur Ghidorah und verzieht sich auch gleich zurück ins All. Das war es.

Schwacher Abgang muss ich sagen und wahrscheinlich sollte die richtige Schlussfolgerung deshalb auch lauten schwacher Film. Aber ich habe es ja Eingangs schon erwähnt, bei „Befehl aus dem Dunkel“ kann ich nicht realistisch bleiben. Zu sehr liebe ich diesen Godzilla und zu viele schöne Erinnerungen an glückliche Kindertage hängen daran. Ich wird diesen Film wohl noch in 50 Jahren anschauen können und immer noch meinen Spaß dabei haben und immer noch nicht merken wie blöd er eigentlich ist. „Befehl aus dem Dunkel“, einer meiner Lieblings-Godzillas!

Screenshots

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 Info
Originaltitel:Kaijû daisensô
Land:Japan
Jahr:1965
Regie:Ishirô Honda
Medium:DVD (Classic Media/Genius Entertainment)
Lauflänge:ca. 95 Minuten
Online-Filmdatenbank:OFDb

 Bewertung

Optik:

 8.jpg 8/10

Effekte:

 7.jpg 7/10

Sound:

 8.jpg 8/10

Story:

 6.jpg 6/10

 Gesamt:

  8/10

Aufrufe: 3589
Review by Df3nZ187 (© by Anime-Ronin.de)
Review verlinken: http://www.anime-ronin.de/review-973.htm