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Genshiken
Story

Ein Otaku-Leben ist nicht leicht, das muss auch Sasahara erkennen als er sich frisch an der Uni angenommen einen Schul-Club suchen will.
Eigentlich interessiert er sich sehr für die typischen Otaku Themen, ob Anime, Manga oder Games, besonders und gern auch im erotischen Bereich. Aber mit seinem Outing als Otaku, da hapert es noch etwas.
Nichts desto trotz landet er schließlich im Genshiken, einer Art gemischten Otakuclub der sich mit allen möglichen Bereichen der Otaku Kultur befasst und lernt dort einige fortgeschrittene Exemplare dieser seltsamen Spezies Mensch kennen und begibt sich in ihre fachkundigen Hände.
Und er ist nicht der einzige Neuling, zusammen mit ihm tritt auch Kousaka dem Club bei, der allerdings so gar nicht ins Bild eines typischen Otakus passen will. Das findet auch seine Freundin Saki, die ihn gar nicht gern im Kreis dieser "Spinner" sieht und den übrigen Mitgliedern offen feindselig gegenübersteht.
Doch mit der Zeit wachsen sie zu einer verschworenen Gemeinschaft zusammen, bekommen Verstärkung durch weitere neue Mitglieder, und sehen sich mit so mancher Herausforderung konfrontiert die sie nur gemeinsam lösen können.

Meinung

Anime die sich, meist aus selbstironische Weise, mit der Otakus und der Otakukultur auseinandersetzen hab ich schon einige gesehen, doch keiner ging dabei so weit wie "Genshiken".
Oft passiert es auf eher parodistische Weise und meist ist es eine Figur in einem ganzen Ensemble die als Otaku-Vertreter herhalten muss. "Genshiken". Aber widmet seine gesamte Geschichte nur den unterschiedlichsten Formen der Otaku und das auf recht realistische Weise.
Da wären die klassischen Vertreter, die Anime und Manga lieben und Dojin sammeln. Da wären der Gamertyp, der hauptsächlich auf Videospiele fixiert ist, der passionierte Modellbauer und der Cosplay-Fan, der auch selbst Kostüme schneidert. Und auch die weibliche Fraktion bekommt ihre Vertreter mit einer Cosplayerin und einer Hobbyzeichnerin, die beide eine Vorliebe für Shonen-Ai hegen. Aber nicht nur was genau sie machen, sondern auch im wie gibt es große Unterschiede. Da sind die die wirklich auch noch den letzten Yen in ihr Hobby stecken und sich selbst vernachlässigen, die die etwas moderater damit umgehen und auch noch Zeit für andere Dinge finden (wenn oft auch nur schwer, wie die arme Saki immer wieder erleben muss) und es gibt die die mit sich selbst hadern und sich dafür schämen was sie sind und es am liebsten verstecken wollen.
Doch alle eint ein gewisser Außenseiterstatus und eine Passion die über die eines normalen Hobbys hinaus geht.
Und so verfolgen wir also die Mitglieder, durch inzwischen 27 Folgen (2 Staffeln zu je 12 Folgen und 3 OVA-Folgen), bei ihrem Clubleben. Lauschen ihren Fachgesprächen (ein wahrer Test für jeden Zuschauer, denn es gilt unzählige Anspielungen zu erkennen und zu entschlüsseln), aber auch wie sie sich langsam näher kommen und zusammenwachsen. Manche finden sogar ihre Liebe.
Und wir lernen auch die Schattenseiten ihres Hobbys und auch ihrer Persönlichkeiten kennen. So verlassen im Verlauf der Geschichte auch einige Personen den Club wieder. Teils weil sie mit dem Studium fertig sind und nun der "Ernst des Lebens" auf sie wartet, teils weil sie einfach nicht mit den anderen klar kommen. In diesen Szenen gibt es auch Einblicke in den Alltag vieler junger Japaner. In Bewerbungsgespräch-Marathon und Zukunftsangst und in die schmerzliche Einsicht das man manchmal Dinge zurück lassen muss um weiter voran zu kommen.
Es ist in solchen Momenten nicht immer leicht "Genshiken" zu schauen, denn oft wird einem auch der Spiegel vorgehalten und man erkennt sich in so manchem Charakterzug der Figuren auch mal selbst wieder, manchmal eben auch in den negativen.
Trotzdem macht es Spaß auch mal einen etwas ernsteren Blick auf die Szene zu werfen, ohne das abmildernde Parodie-Kissen oder einseitige "wir sind super" oder "die sind doch alle gestört" Scheuklappen.

Ein paar Abstriche muss man hingegen bei der optischen Präsentation machen.
Die Chara-Designs sind sicherlich Geschmackssache und ich fand sie ehrlich gesagt etwas gewöhnungsbedürftig. Außerdem waren die Animationen manchmal etwas sparsam, bzw. auch etwas grob. Das betrifft vor allem die eher komisch angelegten Passagen, wenn die Charaktere auch gern mal lustige Grimassen oder unnatürlich Körperverrenkungen verpasst bekommen.

Nichts desto trotz hat mir "Genshiken" doch sehr gefallen, es können ruhig noch ein paar Episoden dazu kommen. Es gibt ja noch einiges was aus der Otaku-Szene rauszuholen ist und ich würde die Mitglieder diese Clubs gern dabei begleiten wie sie in weitere Bereiche vordringen.

Screenshots

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 Info
Originaltitel:Genshiken
Lauflänge:ca. 25 Minuten pro Episode
Episoden:27 (2 Staffeln je 12 Folgen, 1 OVA mit 3 Folgen)
Jahr:2005
Regie:Takashi Ikehata, Tsutomu Mizushima, Kinji Yoshimoto
Online-Filmdatenbank:OFDb

 Bewertung

Grafik:

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Sound:

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Story:

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 Gesamt:

  7/10

Aufrufe: 4395
Review by Df3nZ187 (© by Anime-Ronin.de)
Review verlinken: http://www.anime-ronin.de/review-962.htm