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Muramasa
Story

Ein junger Samurai findet eines Tages am Wegesrand eine Strohpuppe in der ein edel aussehendes Schwert steckt. Da niemand sonst in der Nähe ist nimmt er das Schwert an sich und testet es in einem nahe gelegenen Tempel an einigen Strohpuppen aus, wobei er feststellt das es sich ausgezeichnet führen lässt und hervorragend schneidet. Der alte Tempelpriester aber warnt ihn vor dem schlechten Einfluss des Schwertes, stößt damit bei dem junge Samurai allerdings auf Taube Ohren. Doch schon bald muss dieser Erkennen das er damit im Unrecht war.

Meinung

In seinem ca. 8minütigem Kurzfilm „Muramasa“ erzählt Animelegende Osamu Tezuka die Geschichte eines jungen Samurais, der an ein verfluchtes Schwert gerät.
Von dessen Schärfe und Eleganz beeindruckt schlägt er alle Warnung in den Wind und nimmt es an sich, worauf es langsam seine Seele verschlingt und ihn immer wieder dazu bringt unschuldige Menschen zu töten. Als er erkennt was mit ihm geschieht ist es schon zu spät und er kann das Schwert nicht mehr verlassen, er ist in seinem Bann gefangen.
Eine düstere Geschichte, beruhend auf den ebenso düsteren Legenden der echten Klingen des großen japanischen Schmiedemeisters Sengo Muramasa, einem der 4 Schwertschmiedegötter Japans, dessen Schwerter tatsächlich in dem Ruf standen trotzt aller Perfektion ihren Besitzer ins Unglück zu führen. Am Ende Verbot der Shogun Tokugawa Ieyasu seinen Samurai sogar überhaupt noch Muramasa Schwerter zu tragen.

Doch genug der Lektion in japanischer Geschichte.
Tezuka erzählt also die Geschichte einer solchen, verfluchten Klinge und das auf eine besondere Art und Weise. Mit einem äußert reduzierten Einsatz von Animationen erschafft er einen Kurzfilm, der daher kommt wie ein ab gefilmter und zum Leben erweckter Manga. Mit seinem Wechsel von Standbild zu Standbild ahmt er dabei das Wandern unserer Augen von Panel zu Panel nach und bedient sich dabei typischer Darstellungsabfolgen wie von einem Panel mit Totaler auf eines mit Nahaufnahme des Gesichts und schließlich eines nur mit der Augenpartie. Und was im Manga als besonders filmische Darstellung, der Panel gewordene Kamerazoom, erklärt wird, findet hier in seiner Form als Abfolge aus Einzelbildern wieder seinen Weg zurück in den Film. Nicht nur eine grandiose Idee, sondern auch noch eine gelungene Umsetzung.
Denn wie im Manga so erzeugt auch hier diese Art der Darstellung eine ganz eigene, sehr spannende Wirkung, besonders da sich Tezuka auch im weiteren alle Freiheiten des Mangas nimmt, und gern auch mal Körper nur halb oder in langsam ins Transparente ausblendender Form darstellt, um die Aufmerksamkeit des Zuschauers auf eine ganz besonders wichtige Stelle zu lenken.
Damit ist er zwar sicher nicht der erste der dies auch im Anime einsetzt, aber auf jeden Fall einer derer die dies am Konsequentesten und besten getan haben.
Aber auch über diese Feinheiten hinaus zeichnet sich dieser Kurzfilm durch schöne Zeichnungen, gelungene Bilder und, wenn auch nur reduziert eingesetzt, gute Animationen aus. Das wehende Gras zu beginn ist dafür ein schönes Beispiel.

So finden wir in „Muramasa“ eine überaus gelungene Verbindung von einer interessanten Geschichte, packender Darstellung und nicht zu vergessen auch gut platzierter Sounduntermalung ganz in Tradition des klassischen japanischen Theaterspiels.
Also rund herum alles gut gelungen, fabelhafte 8 Minuten nach denen man sich dringend nach mehr sehnt.

Screenshots

Bild 1

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Bild 3

Bild 4

Bild 5

 Info
Originaltitel:Muramasa
Lauflänge:ca. 8 Minuten
Jahr:1987
Regie:Osamu Tezuka
Online-Filmdatenbank:OFDb

 Bewertung

Grafik:

 8.jpg 8/10

Sound:

 8.jpg 8/10

Story:

 8.jpg 8/10

 Gesamt:

  8/10

Aufrufe: 3801
Review by Df3nZ187 (© by Anime-Ronin.de)
Review verlinken: http://www.anime-ronin.de/review-835.htm