"Au Fou", übersetzt ungefähr "zum verrückt werden", so der der Titel einer der Versionen von Yoji Kuris kleiner Sketchparade, von der es zwei leicht unterschiedliche gibt.
Die original japanisch mit ca. 12 Minuten Spielzeit und in schwarz-weiß bietet dabei zwei Szenen mehr als die ca. 9 minütige internationale Fassung, die dafür in Farbe daher kommt. Bei den beiden fehlenden Szenen handelt es sich zumindest bei der einen um eine eher landestypische Sache, einen rituellen Selbstmord (Seppuku), die wohl aus Verständnisgründen aus der internationalen Version entfernt wurde. Bei der anderen allerdings um einen Sketch auf einem Zebrastreifen, warum der nun nicht mit übernommen wurde?
Aber egal welche von beiden Versionen, "Au Fou" ist mit seinem absurden und oft derben Humor auf jeden Fall Geschmackssache, mir persönlich können Szenen wie ein Selbstmörder der sich bei seinem Sturz von einem Hochhaus auf dem Weg nach unten vorbeikommend am Schlafzimmer einer schönen Frau in selbige verliebt und dann plötzlich nicht mehr sterben will durchaus ein Lächeln abgewinnen, so herrlich verrückt sind sie.
Klar zünden nicht alle Versuche derartig. Das jemand beim fotografieren des schiefen Turms von Pisa von selbigen erschlagen wird ist doch eher plump, aber im großen und ganzen sind die Gags durchaus gelungen.
Eigentlich gefällt mir "Au Fou" damit, neben Stamp Fantasia eigentlich fast am besten von all den Kuri Kurzfilmen, auch wenn er wohl der am wenigsten "künstlerische" ist. Dafür aber prima Unterhaltung.
|