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Tsumiki no ie
Story

In einer Stadt die immer höher von Wasser überflutet wird, lebt ein einsamer alter Mann in einem hohen Turm, den er aufgrund des ständig steigenden Wasserspiegels beständig um neue Stockwerke erweitert.
Als er eines Tages mal wieder in ein neues Stockwerk umzieht fällt ihm allerdings seine Lieblingspfeife ins Wasser und durch eine Bodenluke in ein tiefer gelegenes Stockwerk. Um sie wiederzubekommen kauft der Alte sich eine Taucherausrüstung und beginnt in seinen Turm hinab zu tauchen.

Meinung

Bereits mit seinem im Internet veröffentlichten Link Aru Tabibito no Nikki konnte Kunio Kato für aufsehen sorgen und mit „Tsumiki no Ie“ hat er es nun endgültig geschafft sich einen Namen zu machen und dabei keinen geringeren Preis als den Oscar (Kategorie „Bester animierter Kurzfilm“) zu gewinnen.
Erneut erzählt er eine surrealistisch angehauchte Geschichte, dieses mal über einen alten Mann in einer überfluteten Stadt, der in einem Turm wohnt den er, um der Flut zu entkommen, beständig um neue Stockwerke ergänzt.
Die Symbolik ist dabei dieses mal recht schlüssig. Der Turm als Leben, immer um neuen Räume erweitert die neue Erinnerungen beinhalten und in die der alte Mann schließlich eintaucht, um so weiter hinunter um so weiter in seinem Leben zurück. Von der Krankheit/Tod seiner Frau, über Besuche der Kinder und Enkel, zur Hochzeit der Tochter, bis hin zu ihm und seiner Frau als Kinder und wie sie als frisch verheiratetes Paar damit begannen das Hause zu bauen.
Eine sehr melancholische Reise, untermalt von tollen Klavierstücken von Kenji Kondo (der ebenfalls bereits an „Aru Tabibito no Nikki“ mitwirkte) und im selben außergewöhnlichen Stil gezeichnet wie der Vorgänger, der weniger an Anime erinnert und mehr an Gemälde, mit seinem „Papiereffekt“ und den meist blassen, eintönig gehaltenen Farben.
Besonders ist dabei auch die stoische Ruhe der Erzählung, die die des alten Mannes wiederspiegelt, der bei Regen und Sonnenschein sein Haus ausbaut, scheinbar unbeeindruckt von jeglichen Witterungsbedingungen. Und genauso unaufgeregt verläuft auch die Reise zurück in den Erinnerungen, die aber dennoch mit wenigen Bildern starke Emotionen zu vermitteln vermag.
Diese Kombination macht eigentlich den besonderen Charme und Reiz bei „Tsumiki no Ie“ aus, der sich auch eher schwer beschreiben lässt, den man einfach mal gesehen und erlebt haben muss.

Deshalb will ich auch gar nicht weiter versuchen es näher zu erläutern, sonder empfehle einfach nur ganz dringend sich diese Kleinod bei nächster Gelegenheit mal zu Gemüte zu führen und sich den Namen Kunio Kato unbedingt zu merken, denn mit etwas Glück dürfte von ihm in Zukunft noch viel zu hören sein.

Screenshots

Bild 1

Bild 2

Bild 3

Bild 4

Bild 5

 Info
Originaltitel:Tsumiki no ie
Lauflänge:ca. 12 Minuten
Jahr:2008
Regie:Kunio Kato
Online-Filmdatenbank:OFDb

 Bewertung

Grafik:

 8.jpg 8/10

Sound:

 9.jpg 9/10

Story:

 9.jpg 9/10

 Gesamt:

  9/10

Aufrufe: 4231
Review by Df3nZ187 (© by Anime-Ronin.de)
Review verlinken: http://www.anime-ronin.de/review-801.htm