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Swan Lake
Story

Eines Tages entdeckt der junge Prinz Siegfried bei der Jagd eine Gruppe von Schwänen, von denen einer eine Krone trägt.
Als sein Begleiter Adolf, noch ganz im Jagdfieber, diesen erlegen will erscheint auf einmal eine große graue Eule und verwandelt ihn in Stein.
Wie sich herausstellt ist der Schwan eine verwandelte Prinzessin namens Odette, die tagsüber im See schwimmt und nachts in ihrer menschlichen Gestalt im Schloss des Zauberers Rotbart gefangen gehalten wird.
Erlöst werden kann sie nur durch die reine Liebe eines Menschen und so bittet Siegfried sie am nächsten Abend auf sein Schloss zu kommen, wo seine Mutter anlässlich seine Geburtstages einen großen Ball veranstaltet, auf dem er sich eine Braut erwählen soll.
Doch Rotbart kommt hinter diese Pläne und ersinnt mit seiner Tochter Odile einen eigenen Plan um Odette endgültig an sich zu binden und Siegfried mit Odile zu vermählen.

Meinung

"Swan Lake" - Ballett wird zum Anime, große Kunst zur profanen Unterhaltung. Da dürfte so manchem angegrauten und -gestaubten Intendanten vor Entsetzen glatt der Herzschrittmacher aus dem Takt geraten. Und ehrlich gesagt wohl auch nicht ganz zu unrecht.
Diese 1981er Umsetzung aus dem Hause Toei geht jedenfalls recht frei mit der Geschichte rund um die Liebenden Siegfried und Odette um und macht aus dem tragischen Ballett einen lustigen und, spannenden Film für Groß und Klein.
Größtes Zugeständnis, und gleichzeitig auch Gewinn dieser Version, sind da die Figuren der beiden Eichhörnchen Hans und Magerita, die die ganze Geschichte mit ihrem niedlichen aussehen und der putzigen Art ordentlich auflockern. Und auch beim bösen Rotbart wurde kräftig der Weichspüler angesetzt und statt despotischem Zauberer gibt's eher den etwas tumben Altersgigolo.
Zusammen mit dem, ich möchte es hier schon einmal verraten, vollkommenen Happy End sind dies die Änderungen die Fans..., obwohl Fans ist wohl nicht das richtige Wort..., die den Liebhabern des klassischen Balletts mitunter die Wut- oder Schamtränen in die Augen treiben könnten.
Was ist denn bitte Schwanensee ohne einen sterbenden Schwan? Oder wenigstens den toten Siegfried? Oder aber auch beide, Hauptsache Tot!
War nicht genau eben das Nicht-Happy-End nicht DAS auszeichnende Merkmal Schwanensees?
So leid es mir für den Film tut, aber einen derartigen Bruch mit dem Original und seiner Intention muss man sich schon vorwerfen lassen, da hilft alles nichts.
Und Leid tut es mir wirklich, denn "Swan Lake" funktioniert in sich wirklich gut und stimmig.
Anhand der vielen kleinen und größeren Eingriffe zur Auflockerung der Geschichte war etwas anderes als ein Happy End am Ende eigentlich gar nicht mehr möglich. Seit wann könnte ein Film mit süßen kleinen sprechenden und sich liebenden Nagetieren auch böse ausgehen. Das würde nun wiederum auch sämtlichen bis dahin vorgenommen Änderungen an der Originalgeschichte völlig widersprechen.
Deshalb kann der einzige richtige Tipp nur lauten, "Swan Lake" einfach als völlig eigenständiges Werk zu betrachten. Einfach so tun als hätte man noch nie davor etwas von irgendeinem Schwanensee gehört und erst gar nicht mit irgendwelchen Erwartungen an den Film herangehen. (was zugegebener Maßen nicht leicht ist, schlägt der Film doch auch selbst gewollt Brücken zum Ballett mit seinem übernommenen "Tanz der 4 Schwäne" oder besser der 4 Kücken)
Gelingt dies, so kann man einen stimmigen, tollen Film erleben mit einer spannenden und herzergreifenden Liebesgeschichte, der nicht nur für sein alter schön (wenn auch teilweise etwas detailarm) gezeichnet und animiert ist, sondern auch noch eine grandiose musikalische Untermalung zu bieten hat.
Dies besteht, wie sollte es anders sein, natürlich aus Tschaikowskis Originalmusik, an die sich der Film aber wunderbar anpasst. In einigen Szenen war ich wirklich überrascht wie gut man hier die Bilder zur schon da gewesenen Musik kreiert hat.

So ist "Swan Lake" am Ende ein sehr sehenswerter Anime, eigentlich in allen Belangen gut geraten, nur an seiner übermächtigen Quelle darf man ihn nicht messen, denn da kann er nicht gewinnen. Welcher Film (Film, Film, was ist das überhaupt schon für ein unkultiviertes Medium) könnte das schon? Gegen das Ballett. Das Ballett! Das muss Film schon noch ein paar hundert Jahre drauf legen um überhaupt in dieselbe Gewichtsklasse zu kommen.
Aber genug des Geblödels.
"Swan Lake" seien guter Film. Ende.

Screenshots

Bild 1

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Bild 3

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Bild 5

 Info
Originaltitel:Sekai meisaku dôwa: Hakuchô no mizûmi
Lauflänge:ca. 74 Minuten
Freigabe:FSK ab 12 Jahren
Jahr:1981
Regie:Kimio Yabuki
Online-Filmdatenbank:OFDb

 Bewertung

Grafik:

 7.jpg 7/10

Sound:

 9.jpg 9/10

Story:

 8.jpg 8/10

 Gesamt:

  8/10

Aufrufe: 4695
Review by Df3nZ187 (© by Anime-Ronin.de)
Review verlinken: http://www.anime-ronin.de/review-773.htm