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Sayonara Zetsubo Sensei
Story

Als Itoshiki Nozomu, negativster Mensch der Welt, eines morgens bei einem seiner zahllosen Selbstmordversuche der jungen, absolut positiv eingestellten Kafuka begegnet kann er noch nicht ahnen das sie eines der Mädchen aus der Klasse ist die er ab heute unterrichten soll.
Doch erst einmal in der Schule angekommen stellt sich schnell heraus das Kafuka wohl noch sein geringstes Problem ist, hat er es in seiner Klasse doch nur mit äußerst problembehafteten Schülern zu tun.
Ob überkorrekte Klassensprecherin, unsichtbarer Klassensprecher, illegaler Einwanderin, Stalkerin oder einer jungen Dame die nur per Mobiltelefon kommunizieren kann, die Klasse 2-H ist voll von außergewöhnlichen Persönlichkeiten denen Itoshiki nun beibringen muss das das gesamte Leben voll von Schmerz und Enttäuschungen ist.

Meinung

Die 12teilige Serie „Sayonara Zetsubo Sensei“ nach einem Manga von Koji Kumeta ist eine dieser Serien die wahrlich schwer in Worte zu fassen sind.
Schon seit einer Weile geht der Trend in Japan ja zu immer skurrileren und durchgeknallteren Comedyserien die so mit Absurditäten voll gestopft und völlig wild und hemmungslos inszeniert werden, dass der Zuschauer einfach nur noch mit offenem Mund fassungslos zusehen kann und für Sayonara Zetsubo Sensei“ gilt das mal völlig.
Als ob die Geschichte rund um den Selbstmordlehrer und seine kaputte Schülerschaft nicht schon haarsträubend genug wäre wird wirklich in jede Szene noch irgendwelche zusätzlichen Witze, Anspielungen, Parodien oder sonstiges mit hineingepackt bis man als Zuschauer eigentlich nur noch per Pauseknopf von einer Szene zur nächsten springen kann um nichts von all dem zu verpassen.
Da passieren wirre Dinge im Hintergrund, irgendwelche Zettel und Tafeln mit irgendwelchen Botschaften hängen herum oder lange Texttafeln mit Gags werden für 1-2 Sekunden eingeblendet so dass man sie normal überhaupt nicht lesen kann.
Dazu ist die Inszenierung absolut rasant. Es springt wild von einer Szene zur nächsten ohne Rücksicht auf den Plot, lässt einen gerade begonnen Erzählstrang sofort wieder fallen und geht plötzlich in eine ganz andere Richtung. Chaos und Anarchie an allen Ecken und Enden.
Manchmal kann es wirklich regelrecht ermüdend sein so das einem trotz all dem Wahnwitz tatsächlich langweilig werden kann.
Man übertreibt es einfach streckenweise zu stark.

Nichts desto trotz ist die Serie im Großen und Ganzen aber trotzdem sehr unterhaltsam. Die Gags und Parodien sind oftmals ziemlich genial und gut platziert. Anspielungen auf alte Film(e)(plakate) und das regelmäßige verwenden von Stummfilmelementen erwecken beim geneigten Cineasten wehmütige Gefühle und lassen auch viel Cineastenblut in den Adern des Produktionsteams durchblicken.
Nicht zu verachten sind daneben auch „Sayonara Zetsubo Sensei“ Gesellschaftskritische Aspekte.
Nicht nur das sich in der gesamten Figurenriege ein typisch japanisches Problem ans andere reiht (geringes Selbstbewusstsein, ständige Demutshaltung, Mobbing, Hikikomori, u.a.) auch der Lehrer darf immer wieder auf gesellschaftliche Probleme aufmerksam machen, wie z. B. das ständige und sinnlose Bedürfnis der Bevölkerung irgend etwas zu hypen.
Und auch in Sachen Tabus hat man sich nicht lumpen lassen und so einige sexuelle Anspielungen mit eingebaut die von subtil bis offen wie Bondagebilder im Vorspann reichen.
Ganz zu schweige von dem immer wieder auftauchenden Gesicht eines Assistenten von Koji Kumeta der an die unpassendsten Stellen eingefügt wurde. Wirklich grauenvoll. ;)

Und auch rein optisch macht „Sayonara Zetsubo Sensei“ eigentlich eine recht gute Figur.
Der Stil ist natürlich passend zum Inhalt auch sehr variabel und wenn er grad noch relativ „normal“ war stimmt im nächsten Moment schon keine Proportion mehr so recht oder es wird eine seltsame Colorierung verwendet und so weiter.
Jetzt alle ausgefallenen Darstellungen aufzuzählen die in der Serie so vorkommen würde den Rahmen sprengen.
Die Charadesigns dürften für den ein oder anderen etwas gewöhnungsbedürftig sein, sind sie doch ziemlich dünn und wirken deshalb recht schlaksig (noch mehr als in Animes ja eh schon), sind aber finde ich recht sympathisch und man gewinnt sie schnell lieb.
Auch die Animationen sind eigentlich durchgehend auf gutem derzeitigem Serienniveau, so dass es in diesem Bereich nichts zu meckern gibt.

So kann ich „Sayonara Zetsubo Sensei“ eigentlich jedem empfehlen der mit durchgeknallten, sich an keine Regeln haltenden highspeed Comedys kein Problem hat.
Und zum guten Schluss möchte ich auch noch mal besonders das coole Intro erwähnen.
In dem Sinne: „BURE, BURE, BURE, BURE!“

Screenshots

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 Info
Originaltitel:Sayonara Zetsubo Sensei
Lauflänge:ca. 24 Minuten pro Episode
Episoden:12
Jahr:2007
Regie:Akiyuki Shinbo
Online-Filmdatenbank:OFDb

 Bewertung

Grafik:

 8.jpg 8/10

Sound:

 8.jpg 8/10

Story:

 7.jpg 7/10

 Gesamt:

  8/10

Aufrufe: 4728
Review by Df3nZ187 (© by Anime-Ronin.de)
Review verlinken: http://www.anime-ronin.de/review-679.htm