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Kuru Kuru Kururin
Story

Als mutiger Entenpiloten Kururin müsst ihr die verloren gegangenen Kinder von Mutter Ente aus einem fremden Land retten.

Meinung

Das GBA Spiel „Kuru Kuru Kururin“ beweist mal wieder das es für ein fesselndes Spiel weder bombastische Grafiken noch teure Lizenzen braucht, es reicht auch einfach eine geniale und einfache Idee.
Bei Tetris war es das Stapeln von Klötzchen, bei den zahllosen Swap-Job Varianten ist es das hin und her tauschen von Symbolen bis man drei oder mehr nebeneinander hat.
Bei Sokoban musste man Kisten auf markierte Felder schieben und bei „Kuru Kuru Kururin“ ist es nun also das manövrieren eines sich drehenden Stockes durch enge Labyrinthe.
Die Rahmenhandlung rund um die verlorenen Entenkinder spielt dabei allerdings nur eine sehr bescheidene Rolle. Man glaubte wohl dem verwöhnten Publikum doch irgendwie ein paar knuffige Figuren und wenigstens etwas anspornende Handlung vorsetzen zu müssen, um ihn überhaupt erst einmal zum spielen zu bewegen. Einfach nur ein sich drehender Stock war wohl doch zu werbeunwirksam.
So ist der Stock nun also so eine Art Flugschiff mit dem sich unser tapferer Held Kururin durch 12 verschieden Welten, angefangen beim Trainingsraum über Grasland, Ozean, Dschungel, Kuchenland, Höhle, Wolkenland, Sternenland, Eisland, Maschinenland und Geisterschloss bis hin zum Verlorenen Land kämpft, dass man erst erreicht wenn alle vorangegangenen Welten perfekt gelöst wurden.
In Angriff nehmen kann man dies in zwei verschiedenen Schwierigkeitsgraden (normal, einfach) die sich durch die Größe des Stocks unterscheiden. Zusätzlich dazu kann man den Stock auch zu Beginn eines jeden Levels mit Select noch einmal verkleinern, allerdings zählt dann weder die erreichte Zeit, noch die gefundenen Boni, weshalb man dies wirklich nur dann nutzen sollte wenn man ein Level partout nicht schafft.
Pro Welt (abgesehen vom Training) hat man es dabei mit je 3 Labyrinthen zu tun durch die man sich zu kämpfen hat und die im Spielverlauf immer länger, komplizierter und noch dazu mit zusätzlichen Hürden wie sich bewegenden Rammen und Kugeln und sogar Kanonen ausgestattet werden.
So kommt zu der eh schon schwierigen Aufgabe mit dem langen Stock die engen Gänge und Kurven zu überwinden auch noch das ausweichen vor den diversen Hindernissen dazu.
Dennoch besteht das ganze Spielprinzip eigentlich daraus die nicht kontrollierbare Eigendrehung des Stockes dazu auszunutzen selbigen durch schmale Passagen zu bewegen durch die er stillstehend nicht hindurch könnte ohne die Wände zu berühren. Geschieht dies gibt es nämlich nicht nur Lebensabzug (man hat im Adventure Modus jeweils 3 Leben pro Level zur Verfügung) sondern auch noch einen Zeitaufschlag der das erreichen einer Rekordzeit praktisch sofort unmöglich macht.
Einziger Lichtblick sind da die (vor allem in den späteren Leveln) vorhandenen Herzfelder, auf denen es sich nicht nur kurz ausruhen, sondern auch die Leben regenerieren lässt.
Spielziel ist es dabei erst einmal alle Level zu absolvieren und dabei sämtliche in den Leveln versteckte Entenkinder zu finden. Ist dies geschafft ist das Spiel eigentlich schon gewonnen und man bekommt den Abspann zu sehen.
Allerdings hat „Kuru Kuru Kururin“ einen wirklich hohen Wiederspielwert, denn neben den Entenkindern lassen sich in den Leveln auch neue Stockformen und Farben finden, so wie durch erreichen von Bestzeiten so wie perfektem absolvieren der Level (ohne ein einziges mal Schaden zu nehmen) neue Herausforderungen frei schalten.
Das sind einerseits neue Level (das Verlorene Land) andererseits auch neue Bestzeiten die ehrlich gesagt noch weniger zu erreichen sind als die bisherigen und die sind schon verdammt hart.
Der Schwierigkeitsgrad bleibt also auch für Kururin - Profis immer auf einem sehr hohen Niveau und dürfte so manchen zu Verzweiflung treiben.
Dabei hat man es im „Einfach“ Modus allerdings durch den kleineren Stock schon erheblich leichter, denn mit diesem kann man viel mehr Stellen finden an denen man auch einmal eine Pause einlegen und den Stock in Ruhe kreisen lassen kann. Im „normalen“ Schwierigkeitsmodus geht das nur an speziell markierten Punkten im Level zwischen denen mitunter verzweifelnd lange Streckenabschnitte liegen die keinerlei Fehler verzeihen.

Neben diesem „Adventuremodus“ gibt es dann auch noch den „Trainingsmodus“ in dem man alle normalen Level probieren und vor allem an unterschiedlichen Stellen in sie einsteigen kann. (man muss also nicht immer ganz von vorn beginnen um eine bestimmte Stelle zu üben)
Die „Challenge“ in der noch einmal 10 Level mit je 5 kurzen Stages auf einen warten und in der man ebenfalls wieder ein weiteres Level frei schalten kann wenn man die vorherigen 10 perfekt meister und auch wieder neue Bestzeiten.
Und einen „VS – Modus“ in dem man gegen andere GBAs antreten kann.
Die im „Adventuremodus“ gefunden Boni wie Stockformen, -farben und Vögel lassen sich in der „Makeup“ Sektion finden und hier fürs zukünftige Spiel einstellen.

So hat man auf jeden Fall eine Menge zu tun bis man „Kuru Kuru Kururin“ tatsächlich einmal komplett durchgespielt hat und selbst dann kann man immer wieder aufs neue Versuchen sich selbst noch etwas zu verbessern und bei dem Suchtfaktor den der simple Stöckchen-Spaß mitunter entfalten kann ist das auch gut so.
Denn wie schon eingangs erwähnt ist Kururin eines dieser schönen Beispiele die zeigen das auch mit einfacher (aber sehr bunter und hübscher!) Grafik und ohne große Geschichte oder Lizenzware ein gut funktionierendes Spiel entstehen kann, wenn nur die Idee und das Gameplay stimmt.
Einzig der zum Teil recht happige Schwierigkeitsgrad und die manchmal etwas unglücklich platzierten Federn sind noch negativ zu erwähnen, können sie einen schon manchmal ziemlich zur Verzweiflung bringen.
Weglegen kann man das Spiel aber irgendwie trotzdem nicht. Stattdessen versucht man es trotzdem immer wieder und wieder und ist dann umso erlöster wenn man das Level doch endlich geschafft und die Hindernisse überwunden hat.

So kann ich „Kuru Kuru Kururin“ nur empfehlen, als geniales kleines Spielchen auch für Zwischendurch, an dem man sich auch mal nur 10-20 Minuten z. B. während einer Bahnfahrt aufhalten kann, dass einen aber dank vorhandenem Suchtpotential auch immer wieder zu längeren Sessions verführen wird.

Screenshots

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Bild 8

 Info
Firma:8ing / Nintendo
System:GBA

 Bewertung

Optik:

 7.jpg 7/10

Umfang:

 8.jpg 8/10

Gameplay:

 9.jpg 9/10

 Gesamt:

  8/10

Aufrufe: 3859
Review by Df3nZ187 (© by Anime-Ronin.de)
Review verlinken: http://www.anime-ronin.de/review-677.htm