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ef - a tale of memories
Story

Die beiden Schüler Hiro und Renji lernen beide durch Zufall ein Mädchen kennen.
Während Hiros Fahrrad von Miyako gestohlen wird und er sie nach einer Verfolgungsjagd zusammengebrochen am Straßenrand liegen findet, trifft Renji an einem verlassenen Bahnhof Chihiro, die seit einem Unfall in ihrer Kindheit ihr Erinnerungsvermögen verloren hat und nun alles innerhalb von 13 Stunden wieder vergisst was nach dem Unfall passiert.
Während Renji mit Chihiros Krankheit zu kämpfen hat, gerät Hiro in einen Konflikt zwischen seiner neuen Freundin Miyako und Chihiros Schwester Kei, mit der er schon seit frühster Kindheit befreundet ist, die beide in ihn verliebt sind.

Meinung

Ließt man nur die grobe Storyzusammenfassung von „ef - a tale of memories“ könnte man glauben man hat es hier mit einer von vielen Romantik-Drama Serien zu tun, wie sie im Animegenre schon oft gesehener Standart sind.
Doch dieser erste Eindruck täuscht.
Täuscht sogar gewaltig, denn um ehrlich zu sein ist „ef“ wahrlich das Beste was ich seit einiger Zeit an Animeserie gesehen habe.
Die Grundstory rund um zwei Beziehungen von der eine durch Krankheit belastet ist und die andere ein klassisches Dreiecksverhältnis alte Sandkastenfreundin vs. hübsches neues Mädel darstellt, mag tatsächlich wie aus dem Klischee-Bilderbuch klingen, doch erzählt sie „ef“ so eindrucksvoll wie schon lange keine Serie mehr.

Das beginnt mit dem psychologischen Tiefgang den man den Figuren spendiert hat, über die wirklich hervorragende Dramaturgie bis hin zu der sehr außergewöhnlichen und intensiven Bildsprache.
So sind alle Figuren sehr ausführlich durchleuchtet und geplant und die Motivation einer jeden wird toll herausgearbeitet, so dass man sich wirklich in jede gut hineinversetzen und sie verstehen kann. Man gönnt wirklich jedem der Protagonisten, dass er glücklich wird und nimmt an ihrer aller Schicksal Anteil, was der Dramatik der Serie natürlich sehr entgegen kommt. Schließlich gibt es für das Drama nichts schlimmeres, als wenn einem die Charaktere egal sind. Im Gegenteil, umso mehr sie uns bedeuten umso emotionaler verfolgen wir ihre Geschichte.

Allerdings muss sich „ef“ hier keinesfalls nur auf seine tollen Charaktere verlassen. Die gesamte Geschichte ist wirklich klasse konzipiert und wird, dank der bereits angesprochenen starken Bildsprache, sehr beeindruckend rüber gebracht. Immer wieder wird die Serie aus ihrer realen in eine eher phantastische Eben gehoben und die Handlung und Gefühle der Figuren durch symbolische Bilder unterstrichen.
Besonders der Part zwischen Chihiro und Renji tritt hier besonders hervor und vermischt sich oftmals mit der Fantasiewelt aus Chihiros Geschichte.
Aber auch über derartige Metaphern hinaus wird mit allerlei filmischen Mitteln experimentiert. Surreale Farbgebungen, sich verändernde Filmformate, wachsende und schrumpfende Bilder. Die Liste kann man noch lang so fortsetzen.

Das die Serie sich dabei nicht nur auf das Liebesdrama beschränkt, sondern auch noch am Rande über Kunst und künstlerisches schaffen philosophiert und sich dabei auch ein bisschen selbst reflektiert, ist nur das finale Sahnehäubchen.
Szenen wie die als Miyako panisch versucht Hiro zu erreichen, nach dem er sie beim Date versetzt hat, das Gespräch der beiden als sie abreisen will oder als Chihiro auf dem Schuldache ihr Tagebuch zerreist, gehören zu den intensivsten Momenten die ich seit langem in einem Anime erlebt habe, so grandios sind diese inszeniert.
Es fällt mir wirklich schwer hier nicht in allzu schleimig klingendes schwärmen zu verfallen, während ich die Serie in meinem Kopf noch einmal Revue passieren lasse.

Das darüber hinaus auch optisch noch alles ein wahres fest ist, wäre eigentlich schon fast nicht mehr nötig gewesen, hievt „ef“ aber noch ein Stückchen näher heran an die Perfektion.
Ob Desings, Zeichnungen oder Animationen, überall wird für eine Serie erstklassige Arbeit abgeliefert die sich vor allem auch durch den sehr harmonischen CGI Einsatz auszeichnet.
Wasser, Licht, Wind der Haare und Kleidung bewegt. Überall wird geklotzt und nicht gekleckert. Über den beeindruckenden Gesamteindruck der Bilder hab ich ja eigentlich schon genug gesagt, man muss es einfach gesehen haben statt es sich von mir immer und immer wieder vorschwärmen zu lassen.

Vom Vor- bis zum Abspann ist „ef - a tale of memories“ ein wunderbar gelungenes Gesamtkunstwerk. Manchmal witzig, oftmals traurig, herrlich dramatisch und trotzdem durch und durch schön und ermutigend.
Mit viel Feingefühl und Verständnis wird die Geschichte erzählt und die Charaktere behandelt, geschickt umschifft man all die vielen Fehler die 1000 andere 0815 Romatikdramas in die Mittelmäßigkeit oder darunter verbannten.
Ja, es ist wie es ist, „ef - a tale of memories“ ist die beste Animeserie die ich seit langem gesehen habe! (selbst mit Happy End!!!)

Screenshots

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 Info
Originaltitel:ef - a tale of memories
Lauflänge:ca. 24 Minuten pro Episode
Episoden:12
Jahr:2007
Regie:Shin Oonuma
Online-Filmdatenbank:OFDb

 Bewertung

Grafik:

 9.jpg 9/10

Sound:

 8.jpg 8/10

Story:

 9.jpg 9/10

 Gesamt:

  9/10

Aufrufe: 5351
Review by Df3nZ187 (© by Anime-Ronin.de)
Review verlinken: http://www.anime-ronin.de/review-665.htm