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The Melancholy of Haruhi Suzumiya
Story

Ein neues Jahr, ein neues Glück.
Die Schule fängt wieder an und auch Kyon, der seinem ersten Jahr in der Highschool entgegenblickt, hat sich in seiner neuen Lehranstalt eingefunden.
Eigentlich beginnt alles ganz normal. Man sucht sich einen Platz, die erste Stunde beginnt, die Leute stellen sich vor...
Doch mit einem Schlag ist alles anders.
Haruhi Suzumiya, das Mädchen das hinter ihm sitzt, soll sein gesamtes Leben verändern.
Die die sie bereits kennen, können ihn nur davor warnen sich mit ihr einzulassen, und auch sie selbst stellt gleich klipp und klar, dass sie keinerlei Interesse in gewöhnlichen Menschen hätte und lediglich mit Außerirdischen, Zeitreisenden oder Paranormalen verkehre.
Doch Kyon lässt sich nicht abschrecken und mit der Zeit findet er tatsächlich einen Draht zu Haruhi.
So endet er schließlich, zusammen mit 3 anderen mehr oder weniger freiwillig rekrutierten, in Haruhis „SOS Brigade“ Club, der es sich zum Ziel gesetzt hat außergewöhnliche und mysteriöse Ereignisse aufzuspüren.
Doch mit der Zeit muss Kyon erkennen, das das mysteriöseste wohl seine Clubkameraden selbst sind, die eigentlich alle nur wegen Haruhi dabei sind, denn ihn ihr scheint eine unheilvolle Kraft zu wirken, von der sie selbst nichts ahnt, die aber die ganze Welt vernichten könnte.

Meinung

So recht kann ich es ja nicht verstehen, dass die 2006er Serie „The Melancholy of Haruhi Suzumiya“ so bei den Animefans (zumindest denen im Westen) eingeschlagen hat.
Sicher, schlecht ist die Serie freilich nicht, aber sie gehört sicherlich auch nicht zur Oberliga.
Ihre besten Momente hat die Geschichte dabei in den Phasen, wo Haruhis „Superkräfte“ etwas ins Abseits treten und sich die Serie hauptsächlich auf das (nicht wirklich) normale Zusammensein der Gruppe konzentriert.
So ist das absolute Highlight der Serie ja wohl die Episode rund um ihren selbst gedrehten Film, in dem herrlich so manches Anime- und Filmklischee im Allgemeinen auf die Schippe genommen wird. Allein die ganzen Off-Bemerkungen zu missratenen Schnitten, Anschlussfehlern und Plotlöchern oder der eingestotterte Introsong. Einfach herrlich.
Aber auch die anderen Folgen, bei denen „in fremden Genres gewildert wird“ sind teils wirklich köstlich.
Ob nun die Weltraumschlacht mit dem Computerclub, das Baseballbattle oder die Detektivgeschichte. Hier liegen für mich eindeutig die Höhepunkte der Serie.
Absacken tut das ganze hingegen bei den „Weltschöpfer“-Folgen, in denen es eigentlich nur darum geht es Haruhis Ego zu streicheln. Generell sind die „mach bloß nichts was Haruhi verärgern könnte oder die Welt geht unter“ Momente mit der Zeit wirklich nervig.
Ist Haruhis absolut egozentrischer und rücksichtsloser Charakter zwar einerseits für so manche witzige Einlage gut (besonders wenn sie es auf Mikuru abgesehen hat), so überspannt die Serie den Bogen in diesem Punkt aber zum teil auch ganz schön.
Zumal dieser ganze, übergeordnete Handlungsbogen am Ende auch zu nichts sinnvollem führt.
Da hätte man die Energie auch gut und gerne in mehr Anarchoelemente wie die unterbrochene Detektivgeschichte stecken können.
Die ist doch ein toller Bruch mit den typischen Animeseriengesetzen, warum also nicht gleich die ganze Serie im gleichen Spirit ganz ohne so eine Pseudohandlung ablaufen lassen?
Aber vielleicht wäre das zu TV-unkompatibel gewesen.
So bleibt hinter „The Melancholy of Haruhi Suzumiya“ am Ende dann, trotz vieler Ausbruchsversuche, eben doch nur eine Highschool-Romanze, in der zum Happy End der Junge das Mädchen küssen darf.
Irgendwie ist mir die Serie in diesem Punkt einfach nicht konsequent genug.
Hingegen sehr konsequent war man, was die Optik angeht. Hier wurden keine Abstriche gemacht.
Die Zeichnungen und Designs sind eigentlich durchweg toll und auch sehr sympathisch und kawaii. (moe gehört schließlich dazu, wie uns Haruhi höchst selbst in einem der guten Momente der Serie erklärt)
Und auch die Animationen sind eigentlich durchweg erste Sahne und liegen über dem üblichen Serienniveau. Manchmal ist der CGI Einsatz zwar etwas zu unharmonisch mit den Zeichnungen, aber meisten geht beides gut Hand in Hand und vor allem die Menge an, grad auch kleinen Animationen, ist vergleichsweise hoch.
Besonderns bei längeren Dialogpassagen fällt die angenehm auf, wenn sich nicht nur der Mund bewegt und alles andere wie festgefroren still steht, sondern auch gestikuliert wird und einfach nur so der Körper bewegt.

So ist mein Gesamteindruck von „The Melancholy of Haruhi Suzumiya“, wie bereits gesagt und trotzt einigen Schwächen, auf jeden Fall positiv.
Die innovative Überserie als die es teilweise deklariert wird ist es meiner Meinung nach zwar nicht, aber ein guter Quickwatch für zwischendurch auf jeden Fall und mit einigen wirklich sehr unterhaltsamen Momenten gesegnet, die das Schauen auf jeden Fall wert sind.

Anhang Staffel 2

So, da sich in Sachen Haruhi inzwischen noch einiges getan hat hier noch ein paar Worte zur 2ten Staffel.
Mit 14 neuen Folgen wird die Geschichte nun also ergänzt, und weil Haruhi eben nicht wie jede gewöhnliche Serie ist, so geht man auch für die neue Staffel ungewöhnliche Wege. Gab es schon für die erste Staffel verschiedene Episodenreinfolgen, so wurde die neue Staffel nun so gestaltet, dass ihre Folgen keine Fortsetzung der Serie darstellen, sondern zwischen denen der ersten Staffel eingeordnet werden müssen. Mitdenken ist also angesagt.
Handlungstechnik dreht es sich dabei, von ein paar Fillerepisoden abgesehen, vor allem um zwei Geschichten. In der einen werden die Dreharbeiten von Haruhis selbst gedrehtem Film zum Kulturfestival erzählt und näher beleuchtet, bei der anderen geht es um eine Zeitschleife in der sich die SOS Brigade während ihrer Sommerferien plötzlich befindet und aus der sieh mühevoll versucht auszubrechen.
Ist der erste Handlungsbogen dabei durchaus unterhaltsam und baut auf der fraglos besten Folge der ersten Staffel auf, so stellt der zweite wohl die größte Kontroverse der gesamten bisherigen Serie dar und ist selbst unter hartgesottenen Fans heftig umstritten.
Im Grunde wird dabei über 8 Episoden immer wieder die fast gleiche Geschichte erzählt, in der unsere Protagonisten immer wieder dieselben Sommerausflüge erleben.
Das das ganze dabei über 8 Folgen, also mehr als die Hälfte der zweiten Staffel ausgewalzt wurde ist in der Tat ziemlich kurios und auch ärgerlich. So interessant das Konzept im ersten Moment auch klingen mag, aber 3 oder maximal 4 Episoden hätten es wohl auch getan. Am Ende kam es ja sogar soweit das sich selbst Teile des Produktionsteams im Nachhinein dafür entschuldigten und von diesen Episoden distanzierten.
Was genau in den Köpfen der Macher dabei vorging lässt sich natürlich schwer sagen, aber böse Zungen könnten einen billigen Trick zur Einsparung von Produktionskosten vermuten. Dagegen spräche das durchaus immer Variationen oder sogar neue Szenen mit verwendet wurden, allerdings wiederum nicht in so großem Umfang.

Nun sei es wie es sei. Auch mit Staffel 2 bleibt Haruhi für mich eine sehr gespaltene Serie.
Alles was schon in der ersten Staffel genervt hat ist wieder mit dabei und wurde sogar etwas ausgebaut, während die genialen Momente zurückgegangen sind. Schade drum.

Screenshots

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Bild 10

 Info
Originaltitel:Suzumiya Haruhi no yûutsu
Lauflänge:ca. 24 Minuten pro Episode
Episoden:28
Jahr:2006
Regie:Hiroshi Yamamoto, Kazuya Sakamoto, Noriyuki Kitanohara, Seiji Watanabe, Shinobu Yoshioka, Taichi Ishidate, Tatsuya Ishihara, Tomoe Aratani
Online-Filmdatenbank:OFDb

 Bewertung

Grafik:

 8.jpg 8/10

Sound:

 7.jpg 7/10

Story:

 7.jpg 7/10

 Gesamt:

  7/10

Aufrufe: 6006
Review by Df3nZ187 (© by Anime-Ronin.de)
Review verlinken: http://www.anime-ronin.de/review-595.htm