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Onegai Twins
Story

Maiku ist ein Waise, der die meiste Zeit seines Lebens in einem Waisenhaus verbracht hat. Alles was ihm von seiner Mutter geblieben ist, ist ein Foto auf dem er und eine Mädchen vor ihrem Elternhaus in einem Planschbecken baden. Als er eines Tages einen Bericht über eine angebliche UFO-Landung im TV sieht, erkennt er das Haus auf seinem Foto wieder und beschließt umgehend dorthin zu ziehen, um mehr über seine Vergangenheit zu erfahren.
Sein Leben pendelt sich auch so einigermaßen in seinem neuen zu Hause ein. Er geht auf die örtliche Schule und hält sich mit einem Nebenjob als Programmierer über Wasser, als eines Tages plötzlich zwei Mädchen eintreffen. Karen und Miina haben nicht nur beide die selbe Augenfarbe wie Maiku, sondern auch jeweils beide das selbe Foto mit dem Planschbecken und den selben Bericht in den Nachrichten gesehen wie er. Doch welche der beiden ist das Mädchen das da mit Maiku badet?

Meinung

„Onegai Twins“ basiert locker auf der ebenfalls vom Studio Please! Stammenden Serie Link „Onegai Teacher“. Die Hauptcharaktere aus letzterer treten auch in „Onegai Twins“ auf (besonders die Lehrerin) und eine Newsmeldung über die Ereignisse in der ersten Serie ist es, die Maiku, Karen und Miina erst zu dem Haus auf ihren Fotos und damit zusammenführt. Leider ergibt sich da auch gleich das erste große Problem der Serie, denn auch wenn die beiden von der Handlung her nicht wirklich was miteinander zu tun haben (so ist Onegai Twins auch keine Fortsetzung von Onegai Teacher), hat der Zuschauer der „Onegai Teacher“ nicht kennt ein paar kleine Probleme. Es wird nämlich einfach vorausgesetzt, dass man weiß das die Lehrerin ein Alien ist und auch wo dieses niedliche kleine Wesen herkommt das so verrückt nach dem Preach-Gebäck ist. Ansonsten steht man da ziemlich dumm dar und darf sich fleißig wundern was es mit den beiden auf sich hat, da man in den Twins keinerlei Erklärung mehr dazu geboten bekommt.
Doch auch abgesehen davon hat die Story so ihre schwächen.. Während das ganze eigentlich noch recht witzig, vertrackt und rasant startet, verliert die Geschichte im weiteren Verlauf doch sehr an Schwung. Witzige Momente treten immer mehr in den Hintergrund und müssen Platz machen für den Ausbau der Dreiecksbeziehung zwischen den Hauptakteuren. An sich ja nicht schlecht, aber leider krankt es in eben dieser doch etwas. Mit der Zeit entwickelt sich das Ganze einfach immer unsinniger. Und spätestens wenn Karen auf völlig unspektakuläre, ja geradezu schon dümmliche Weise hinter das Geheimnis kommt, dann ist der Wendepunkt erreicht. Allein dieser Punkt reißt ein großes Logikloch in die ganze Story. Sind die drei einfach nur beschränkt das sie bis dahin nicht bemerkt haben das das Foto vor einem anderen Haus aufgenommen wurde. Und warum ist das erste Haus am Ende doch wieder das richtige, wo doch das Tagebuch aber in dem anderen Haus gefunden wurde?
Man läst doch für gewöhnlich nicht sein Tagebuch in fremden Häusern liegen?
Zusammen mit dem ständig präsenten, aber nie aufgegriffenem Mysterium rund um die Lehrerin, verpasst das der eigentlich witzigen Geschichte doch einen sehr faden Beigeschmack.
Dazu kommt noch das im späteren Verlauf immer öfter die Zeit einfach mit langen Dialogsequenzen überbrückt wird, die einfach nie wirklich auf den Punkt kommen wollen und einen immer mehr und mehr zu langweilen beginnen und sehr zu kosten der Glaubwürdigkeit des ganzen gehen. Überhaupt werden die Handlungen der Charaktere zum Ende hin immer unnachvollziehbarer.
Von dem Witz des Anfangs, wo sich die Serie durchaus auch mal selbst auf die Schippe nahm und auf schon dort vorhandene kleine Unregelmäßigkeiten in der eigenen Geschichte verwies, ist zu diesem Zeitpunkt leider gar nichts mehr übrig. Dabei hätte man jetzt jede Menge Stoff dafür.
Ganz ähnlich verhält es sich leider auch mit den Zeichnungen und Animationen. Während die Designs recht gut sind und natürlich auch über die gesamte Länge beibehalten werden, büßen die Zeichnungen leider mit der Zeit etwas an Qualität ein, was sich besonders an den Gesichtern zeigt, die plötzlich auch mal etwas „deformiert“ aussehen (Augen, Mund sind besonders bei Seitenansichten etwas verrutscht). Die Animationen sind sowieso eher Serienmittelmaß und ihre Zahl nimmt mit der Zeit auch immer weiter ab und wird z.B. durch das Überblenden von einem Standbild ins andere abgelöst. Oder es werden gleich nur noch Standbilder verwendet. Allerdings gibt’s hier auch positives, so bewegen sich z.B. die Wolken immer und kleben nicht fest am Himmel.
Dennoch ist „Onegai Twins“ nur eine mittelmäßige Serie. Ihre Fans wird sie aber auf jeden Fall finden, dafür sorgt schon der ordentlich vertretene Fanservice für die männlichen Zuschauer, sowie Maikus homosexueller Verehrer, der bei der Damenwelt schwer Punkten dürfte.
Wenn man nicht allzu viel von der Serie erwartet wird man auch nicht enttäuscht, sondern findet eine ganz unterhaltsame Romantikserie, mit Fleischbeschau, die allerdings zum Ende hin immer weiter abbaut und mit den Highlights dieses Genres absolut nicht mithalten kann. Weder in Sachen Witz noch Romatik und Drama.

Screenshots

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 Info
Originaltitel:Onegai Twins
Lauflänge:ca. 23 Minuten pro Episode
Episoden:12
Freigabe:unbekannt
Jahr:2003
Regie:Yasunori Ide
Online-Filmdatenbank:OFDb

 Bewertung

Grafik:

 7.jpg 7/10

Sound:

 6.jpg 6/10

Story:

 6.jpg 6/10

 Gesamt:

  6/10

Aufrufe: 4390
Review by Df3nZ187 (© by Anime-Ronin.de)
Review verlinken: http://www.anime-ronin.de/review-482.htm