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Shiri
Story

Südkorea wird von einer Serie Mordanschlägen erschüttert, denen hochrangige Politiker und Wissenschaftler zum Opfer fallen. Die Spur führt nach Nordkorea, zu einer geheimen Spezialeinheit, angeführt von dem Topterroristen Mu-young. Die Art der Anschläge deutet ebenfalls auf eine weitere Person hin, die gesuchte Topkillerin Bang-hee Lee, die seit Jahren untergetaucht war. Auf den Fall werden die beiden Topagenten Jong-won Yu und Jang-gil Lee angesetzt, doch ihre Gegner scheinen ihnen immer einen Schritt voraus zu sein. Als es ihnen dann auch noch gelingt einem geheimen Waffentransport zu überfallen und 4 Liter eines neuen Flüssig-Sprengstoffes namens CTX zu stehlen ist klar, es muss irgendwo eine undichte stelle geben. Doch noch brennender als die Frage wo, ist die was die Terroristen mit einer derartigen Menge Sprengstoff vor haben. Mit einem kleinen Teil jagen sie als Warnung ein Einkaufszentrum in die Luft, doch wo ihr Hauptziel liegt, bleibt vorerst im Dunkeln.
Doch den beiden Agenten gelingt es einen Teil der Terroristen in eine Falle zu locken und bei der folgenden Schießerei einige zu töten. Ihr Anführer Mu-young wird allerdings gerettet. Nicht aber ohne seinen Informanten zu enttarnen. Durch ihn offenbart sich nun auch das wahre Ziel der Terroristen, doch da ist es fast schon zu spät.

Meinung

Als "Shiri" 1999 in Korea ins Kino kam war er der Abräumer des Jahres und das Aushängeschild des neuen koreanischen Kinos. Eine absolute Big-Budget Produktion, besetzt mit "Koreas Finest" an Schauspielern.
Die Mühe hat sich denn auch gelohnt und "Shiri" steht seinen großen Hollywoodvorbildern in nichts nach. Von den ersten Minuten an geht es ordentlich zur Sache. Ob die Darstellung des nordkoreanischen Ausbildungslagers dabei unbedingt so glücklich ist, sei mal dahin gestellt. Es kommt jedenfalls schon etwas arg propagandistisch rüber. Aber es legt natürlich andererseits auch den Grundstein für die später im Film wichtige Rolle der Überlegenheit des kleinen nordkoreanischen Terroristenteams gegenüber Duzenden, ja fast schon Hunderten südkoreanischer Spezialkräfte. Na ja, eigentlich bleibt es trotzdem ziemlich unrealistisch, aber man kann es immerhin innerhalb der Geschichte besser nachvollziehen.
Neben all der spannenden und erstklassig inszenierten Action verpasst man es aber auch nicht etwas Gefühl und damit Dramatik in den Film zu bringen, die dafür sorgt das besonders das Finale die nötige Wucht erhält. Leider fällt es schwer über diesen Punkt zu sprechen ohne wirklich komplett zu spoilern, aber die Enttarnung des Maulwurfes und dessen letztendliches ableben sorgt, vor allem in der "Nachbesprechung" für einige schmerzliche Momente. Sehr gut auch, wie der Film hier auf dem Weg zur Enttarnung einige falsche Fährten legt. Dabei gerät auch der tatsächliche Maulwurf schon recht früh in den Blickpunkt, was dann aber recht gut wieder "ausgeblendet" wird um Platz für weitere Verdächtige zu schaffen. (das war eigentlich auch schon ein ziemlich böser Hinweis, sorry ^^')
So bleibt die Geschichte über die gesamte Lauflänge spannend und zwischen packender Action und gefühlsbetonten Szenen bleibt kaum Zeit für Längen. Dafür schmuggeln sich aber ein paar böse Plotlöcher ein. Bei dieser Art von Filmen eigentlich auch nicht so ungewöhnlich, gäbe es da nicht eine ganz bestimmte, besonders ärgerliche Stelle. Nämlich die flucht der Terroristen aus dem Hinterhalt. Nicht nur das die ganze Sache sicher zu den unrealistischsten Momenten des Films gehört, nein das Ende wird auch überhaupt nicht sinnvoll erklärt. Der Maulwurf kommt dem Anführer zu Hilfe, der nimmt eine Geisel und plötzlich, holter die Polter, ist alles aufgelöst. Die einen sind da, die andern da. Es ist fast als würden mittendrin ein paar Minuten Film fehlen. Wirklich sehr ärgerlich. Aber wie schon gesagt krankt der ganze Film etwas darunter, wenn auch hier deutlich am schlimmsten.
Was die Optik angeht bleiben hingegen keine Wünsche offen. Die Actionszenen sind sehr temporeich gehalten und die Kamera ist meist nah an den Darstellern dabei. Das dürfet dem einen vielleicht schon wieder zu hektisch und verwackelt sein, bringt aber dafür ordentlich Dynamik rein. Die ruhigen Szenen sind hingegen auch schön ruhig gefilmt und meist mit tollen Bildern versehen. So wird z.B. des öfteren durch Aquarien hindurch gefilmt, und solche Dinge eben, die das ganze visuell interessanter machen. Auf diesem Gebiet gibs am Film wirklich nichts zu meckern.
Gleiches gilt für die Schauspielerei. Die großen Namen machen sich bezahlt und jeder scheint sich in seiner Rolle wohl zu fühlen. Allein der "Bürotrottel" ist vielleicht, besonders in seinem letzten Auftritt, etwas störend, aber ansonsten machen alle ihre Sache gut. Wobei mir die Freundin des einen Agenten am besten gefiel, besonders was ihre Mimik anging.
So bleibt vom Blockbuster "Shiri", trotz einiger unschöner Plotlöcher, unrealistischer Szenen und propagandistisch angehauchter Szenen, insgesamt doch ein positives Bild. Sicher man darf die Geschichte nicht wirklich hinterfragen und wie bei den meisten Actionreißern heißt es auch hier, lieber Gehirn etwas auf Durchzug schalten, aber dann funktioniert der Film bestens und hat genau die richtige Mischung aus Action und Dramatik um einen gut zu unterhalten. Krach, Bumm, Bäng auf hohem Niveau.

Screenshots

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 Info
Originaltitel:Swiri
Land:Südkorea
Jahr:1999
Regie:Kang Je-kyu
Medium:DVD (e-m-s)
Lauflänge:ca. 125 Minuten
Freigabe:FSK ab 16 Jahren
Online-Filmdatenbank:OFDb

 Bewertung

Optik:

 8.jpg 8/10

Effekte:

 7.jpg 7/10

Sound:

 7.jpg 7/10

Story:

 7.jpg 7/10

 Gesamt:

  7/10

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Review by Df3nZ187 (© by Anime-Ronin.de)
Review verlinken: http://www.anime-ronin.de/review-477.htm