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Mermaid
Story

Ein junger Mann findet einen gestrandeten Fisch und trägt ihn in einen kleinen Tümpel. Wieder im Wasser verwandelt sich der Fisch in eine schöne Meerjungfrau, für die der junge Mann auf einer Wolkenflöte ein Ständchen spielt. Sie nimmt ihn daraufhin mit auf eine Tour durch ihre Unterwasserwelt und er sie in sein Haus, wo er sie in einem großen Aquarium hält.
Doch scheinbar kann nur er ihre wirkliche Gestalt erkennen, alle anderen sehen in dem Aquarium immer nur einen Fisch.
Leider ist es in dem Land nicht erlaubt zu Tagträumen und so landet der junge Mann vor Gericht, wird gefoltert und konditioniert, bis auch er nur noch einen Fisch sieht.

Meinung

Ein weiterer früher Studio Mushi Film, diesmal direkt unter der Regie von Osamu Tezuka entstanden.
"The Mermaid" ist ein Plädoyer für die Freiheit der Fantasie. Zu der Zeit in der dieser kurze Film entstand war das japanische Schulsystem noch viel strenger als heute und einige Leute übten Kritik daran, das es den Kindern zwar allerlei Fakten, aber keine kreatives oder selbständiges Arbeiten beibrachte.
Tezuka siedelt seine Geschichte dementsprechend in einem Land an, in dem es verboten ist auch nur Tagzuträumen. Der junge Mann, der glaubt in einem Fisch eine Meerjungfrau gefunden zu haben wir verfolgt, eingesperrt und gefoltert, um ihm diese Flausen auszutreiben und ihn zu "heilen".
Am Ende gelingt ihm die Flucht und er kann sich mit seiner geliebten Meerjungfrau ins Meer retten. Oder ist es doch nur einfach ein Fisch und er schwimmt in den Selbstmord?
Eigentlich egal, der Film verlangt das Recht seinen Träumen nachzuhängen und diese eventuell auch bis in den Tod auszuleben.
Ich glaube der Film hätte auch Hans Christian Andersen gefallen. ^^'
Optisch ist das ganze dabei elementar gehalten. Die Zeichnungen sind einfach und kaum mit Details versehen. Eine Besonderheit sind die sehr simplen Figuren, die fast nur aus ihren Outlines bestehen. Lediglich die Haare wurden koloriert, ansonsten sind sie praktisch durchsichtig. Auch die Gliedmaßen sind eher angedeutet.
Die Hintergründe sind da schon etwas aufwendiger. Besonders die Stadt sieht sogar ganz gut aus und erinnert mich an alte WB-Cartoons.
Die Animationen sind auch noch sehr bescheiden und müssen auch mit verhältnismäßig wenigen Bildern auskommen. (Man kennt das vom Daumenkino, einen springenden Punkt kann man schon mit wenigen Blättern machen, wenn man den Abstand zwischen den Punkten nur groß genug macht. So kann sich der Punkt von einem Bild zu anderen durchaus um 3-4 Punktlängen verschieben und im ganzen bleibt trotzdem die Illusion einer Bewegung. Um so mehr Bilder man nun aber nimmt um so kleiner müssen die Strecken sein um die sich der Punkt pro Blatt verschiebt und um so flüssiger erscheint die Bewegung dann am Ende. Aber damit genug der Animationslehre. Ich denke ihr versteht was ich meine.)
"The Mermaid" überzeugt mit einer sehr schönen Geschichte und jeder Tezuka-Fan oder an der Geschichte der Animes Interessierter sollte ihn sich ruhig ansehen. Tezuka war einer der wichtigsten Vorreiter in Sachen Mangas und Animes und einer der kreativsten Köpfe. Sein Werk sollte eigentlich jeden Animefan interessieren.

Screenshots

Bild 1

Bild 2

Bild 3

 Info
Originaltitel:Ningyo
Lauflänge:ca. 8 Minuten
Freigabe:unbekannt
Jahr:1964
Regie:Osamu Tezuka
Online-Filmdatenbank:OFDb

 Bewertung

Grafik:

 5.jpg 5/10

Sound:

 7.jpg 7/10

Story:

 8.jpg 8/10

 Gesamt:

  7/10

Aufrufe: 5439
Review by Df3nZ187 (© by Anime-Ronin.de)
Review verlinken: http://www.anime-ronin.de/review-457.htm