MAIN

REVIEWS

Intern



 Valid HTML 4.01 Transitional

 Valid CSS!

 [Valid RSS]

Grass Labyrinth
Story

Akira, ein junger Mann, ist auf der Suche nach einem ganz bestimmten Lied, dem „Handball Song“. Seine Mutter und seine Tante haben es ihm früher oft vorgesungen, doch er kann sich nur noch an die Melodie erinnern.

Meinung

Das war dann auch schon alles was ich sicher als Storie wiedergeben kann. Ich sollte dazu sagen das ich den Film auf japanischen gesehen habe mit einem sehr dürftigen englischem „Dialogbuch“ dazu, in dem die Gespräche mehr schlecht als recht nacherzählt wurden, was das Verständnis natürlich nicht gerade einfacher macht. Jedenfalls kommt Akira plötzlich in ein Lagerhaus in der nähe seines Hauses und trifft darin eine Frau an die ihn gleich mal vergewaltigen will. Akira flieht allerdings und berichtet daheim seiner Mutter von dem ganzen, die ihm sofort verbietet je wieder einen Fuß in das Lagerhaus zu setzten. Die Frau darin sei eine nymphomanische Irre. Dennoch kann Akira nicht wiederstehen und es zieht ihn erneut zu der schönen Fremden. Als seine Mutter ihm auf die schliche kommt bindet sie ihn an einem Baum fest und bemalt ihn von oben bis unten mit magischen Schriftzeichen.
Zwischendrin ist Akira dann auch weiter hin auf der Suche nach dem Lied, und versucht z.B. in einem Bordell fündig zu werden, wo er sich von den Prostituierten verschiedene Lieder vorsingen lässt. Und auch bei einem Priester sucht er Rat.
Inzwischen haben wir von einigen seltsamen Männern mit weißen Gesichtern auch erfahren das die Frau im Lagerhaus eine ehemalige Angestellte von Akiras Mutter ist, die von deren Mann vergewaltigt wurde.
Und als wäre all das noch nicht genug gibt’s auch noch einige Rückblenden, die noch mehr Verwirrung in das ganze bringen. So sehen wir z.B. Akira wie er scheinbar mit seinem Vater und seiner Mutter am Strand verstecken spielt und die beiden sich dann vor seinen Augen umbringen.
Ist der film bis dahin schon ziemlich kompliziert und schwer zu verfolgen, so wird das ganze zum Abschluss noch einmal getoppt.
Akira folgt seiner nackten Mutter durch einen absurden Traum und findet sich plötzlich vor einem versammelten Theatermannschaft wieder, die ihn (und scheinbar auch uns) auslacht. Anschließend machen sie sich mit dem Kopf seiner Mutter aus dem Staub und eine wilde, groteske Verfolgungsjagd beginnt.
Am Ende ist Akira dann wieder auf der Suche nach dem Lied und begibt sich auf die Reise um jemanden zu finden der den Text kennt.
Doch was soll das alles nun bedeuten?
Tja, das is ne gute Frage.
Kann man bei solch einem surrealistischen Film überhaupt mit einer Bedeutung rechnen?
Zumindest in gewissem Maße denke ich schon und manche Szenen scheinen auch wunderbare Interpretationsansätze zu bieten. Da wäre z.B. die Szene wo Akira seine Mutter am gegenüberliegenden Flussufer sieht und versucht durch den Fluss zu ihr zu waten. Allerdings ist der Fluss nicht so ruhig und flach wie er auf den ersten Blick aussieht und am ende wird Akira von den starken Fluten mitgerissen. Sehr schön inszeniert auch durch die immer lauter anschwellende musikalische Untermalung der Szene.
Überhaupt ist die Musik ein großer Stimmungsmacher des Films. Da wäre z.B. auch die dramatische Musik bei der Vergewaltigung am Anfang, die so rasant ist, dass sie dem Ganzen fast schon zu überdrehte Züge gibt.
Auch die Szene des Selbstmordes der Eltern oder das Anbinden des Sohnes an den Baum, um ihm vorm Zugriff der Nymphomanin zu schützen bieten genug Stoff für wilde Interpretationen des ganzen. Vielleicht würde auch mir mehr dazu einfallen wenn ich den Film mal mit einer ordentlichen Synchronisation sehen würde. ^^’
Aber auch so bleibt mir allerhand, denn für das was ich an Geschichte eventuell versäumt habe, bietet der Film mir optisch jede Menge Ersatz. Die surrealistischen Szenen kann man sich drei mal hintereinander ankucken und ist immer noch fasziniert davon und auch technisch wird gespielt. Besonders gefallen hat mir da eine bestimmte Traumszene mit einem Farbfilter gefilmt, der aber nicht ein, sondern mehrfarbig ist.
Also mir hat das sehen dieses Films auch mit herben Sprach- und daraus resultierenden Verständnisschwierigkeiten sehr viel Spaß gemacht. Die abstrakten Bilder haben einfach schon allein so eine Wirkung das sei einen über die gesamten 40 Minuten Laufzeit fesseln und faszinieren können, auch wenn man kein Wort versteht.
Was Akira denn nun eigentlich wirklich sucht, das Lied, seine Mutter, die Liebe oder doch was ganz anderes, hat sich mir zwar nicht erschlossen. Eine dicke Empfehlung für „Grass Labyrinth“ kann ich aber trotzdem guten Gewissens abgeben.

Screenshots

Bild 1

Bild 2

Bild 3

Bild 4

Bild 5

Bild 6

 Info
Originaltitel:Kusa-meikyu
Land:Japan
Jahr:1979
Regie:Shuji Terayama
Medium:unbekannt
Lauflänge:ca. 40 Minuten
Freigabe:unbekannt
Online-Filmdatenbank:OFDb

 Bewertung

Optik:

 9.jpg 9/10

Effekte:

 9.jpg 9/10

Sound:

 9.jpg 9/10

Story:

 8.jpg 8/10

 Gesamt:

  9/10

Aufrufe: 5055
Review by Df3nZ187 (© by Anime-Ronin.de)
Review verlinken: http://www.anime-ronin.de/review-427.htm