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Ring
Story

Ein Gerücht macht die Runde.
Ein Gerücht über ein seltsames Videoband.
Wer es gesehen hat erhält anschließend einen Anruf und erfährt das er in 7 Tagen sterben wird.
Die Reporterin Reiko ist unterwegs um diesem Gerücht auf den Grund zu gehen, erfährt aber erst einmal nichts großartiges darüber. Doch dann stirbt plötzlich die Tochter ihrer Schwester auf mysteriöse Weise und wie sich herausstellt hat sie auch dieses Video gesehen. Zusammen mit 3 Freunden die ebenfalls alle am selben Tag ums Leben kamen. Reiko forscht weiter nach und findet heraus das die 4 einen gemeinsamen Abend in einem Ferienhaus in Izu verbracht und dort das Video gesehen haben müssen. Dort angekommen findet sie aber erst einmal nichts. Als sie allerdings den Manager über die 4 befragen will, fällt ihr in dessen kleiner Gästevideothek ein seltsames Video im Regal auf. Es ist völlig unbeschriftet und auch der Manager weiß nicht woher es kommt. Reika nimmt es mit ins Ferienhaus und tatsächlich, es ist das Video von dem alle reden, und auch bei ihr klingelt im Anschluss das Telefon.
In ihrer Panik wendet sie sich an ihren Ex-Mann Ryuji, der sie aber nicht wirklich für voll nimmt. Erst als er versucht ein Foto von ihr zu machen und auch ihr Gesicht darauf, wie bei den Fotos der 4 toten Jugendlichen, völlig verzerrt ist, schaut er sich ebenfalls das Video an, einen Anruf erhält er allerdings scheinbar nicht.
Dennoch versuchen sie fortan gemeinsam hinter das Geheimnis das Videos zu kommen und vor allem rauszufinden wo es aufgenommen wurde. Doch die verbleibende Zeit wird immer knapper und dann sieht sich auch noch ihr kleiner Sohn das Videoband an.

Meinung

„Ring“ ist wohl einer der bedeutensten Horrorfilme der letzten Zeit, und das nicht nur weil es ein sehr guter Film ist, sonder weil er einen regelrechten Boom auslöste. Nicht nur im asiatischen Raum zog er Remakes und ähnlich geartete Horrorfilme nach sich, auch in Hollywood wurde man auf diese neue Horrorwelle aus Fernost aufmerksam und macht sich seit dem daran nach Möglichkeit jeden guten Film dieser neuen Richtung im westlichen Gewand neu aufzulegen.
Doch kommen wir zurück zu Ring selber. Der Film von Hideo Nakata war nicht der erste Versuch die Romanvorlage in einen Film umzusetzen. Bereits drei Jahre zuvor gab es einen TV-Film, der allerdings keine derartige Aufmerksamkeit erregte. Erst durch die fabelhafte Inszenierung gewann Nakatas Film den Status den er heute hat.
Doch was ist es was diesen Film so auszeichnet?
Nun es ist vor allem die Atmosphäre, die Stimmung, die der Film rüberbringt. Irgendwie bedrohlich und ganz einfach Angst einflößend, und das ohne irgendwelche harten, blutigen Effekte, sondern nur durch verwirrende Bilder und schräge Soundkulisse, die beiden Dinge die auch die großen Nachfolge Werke wie Link „Uzumaki“, Link „Dark Water“ oder Link „Ju-On“ auszeichnen. Auch gibt es immer wieder diese gewissen Szenen, bei denen auch der Zuschauer nicht so schnell bemerkt was da nun gerade falsch ist. Da muss man selbst erst einmal suchen bis man die schwache, schemenhafte Gestalt bemerkt, die sich da im TV-Bildschirm spiegelt. Diese kurzen Momente zwischen „bemerken das etwas nicht stimmt“ und „erkennen was es ist“ sind es die unter anderem für die Kraft dieses Films (und auch der anderen) verantwortlich sind.
Dazu kommt die, sich langsam aufbauende, Geschichte, die zum Ende hin rasanter fahrt aufnimmt um einen zum Schluss mit einigen bösen Überraschungen mit ganzer Wucht zu überrollen. Das man sich dabei nicht gemüßigt fühlt alle Punkte der Story aufzuklären ist ebenfalls exemplarisch für diese Art der japanischen Horrorfilme. Der Zuschauer soll ruhig mehr oder weniger im unklaren zurückgelassen werden, dass verstärkt die Wirkung der Films nur noch.
Einen weiteren Beitrag leisten natürlich auch die düsteren Bilder, die immer irgendwie auch etwas trist wirken. Keine fröhlichen und kräftigen Farben, eher alles etwas ausgebleicht und irgendwie auch kalt – halt wenig hoffnungsvoll. Dazu gibt es seltsame Einstellungen die auch gut geeignet sind das Auge des Betrachters kurzzeitig zu verwirren.
Man sieht, ring ist wirklich konsequent gemacht und wohl gerade deswegen so gut. All die kleinen Faktoren sorgen am Ende für ein geniales Ganzes.
Man kann nur jedem raten nicht gleich wegen ein paar kleinen Längen am Anfang (ja die hat der Film, das muss man zugeben) abzuschalten, sondern dran zu bleiben und sich auf den Film einzulassen. Es lohnt sich wirklich.
Nakata hat hier ein „state of the art“ – Werk vorgelegt das für eine Welle gleichartiger bzw. ähnlicher Filme und jede Menge Remakes sorgte.
Man sollte aber zumindest einmal das Original gesehen haben.

Screenshots

Bild 1

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Bild 7

 Info
Originaltitel:Ringu
Land:Japan
Jahr:1998
Regie:Hideo Nakata
Medium:DVD (Anolis)
Lauflänge:ca. 95 Minuten
Freigabe:FSK ab 16 Jahren
Online-Filmdatenbank:OFDb

 Bewertung

Optik:

 8.jpg 8/10

Effekte:

 9.jpg 9/10

Sound:

 9.jpg 9/10

Story:

 9.jpg 9/10

 Gesamt:

  9/10

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Review by Df3nZ187 (© by Anime-Ronin.de)
Review verlinken: http://www.anime-ronin.de/review-406.htm