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Suicide Club
Story

Shinjuki Station, Tokyo. 26. Mai.
Alles scheint seinen gewohnten Gang zu gehen, als plötzliche eine Gruppe von 54 Schülerinnen beim Einfahren des Zuges eine lange Reihe direkt an der Bahnsteigkante bilden. Bevor den übrigen Passanten klar ist was das ganze überhaupt zu bedeuten hat fassen sich die Mädchen an den Hände und werfen sich kollektiv vor den einfahrenden Zug. Nur eine weiße Sporttasche bleibt am Bahnsteig zurück.
Wie sich später herausstellt enthält sie eine große Rolle aus zusammengenähten menschlichen Hautstücken. Detective Kuroda und sein Team stehen vor einem Rätsel. Ist das ganze nur ein Selbstmord oder ein Mord. Während er und sein Team noch im dunkeln tappen ereignen sich immer mehr Selbstmorde.
Doch die Polizisten bekommen einen Tip von einer anonymen Internetuserin die sich selbst "The Bat" nennt. Auf einer Website werden alle Selbstmorde gezählt. Viel mehr hat die Unbekannte auch noch nicht herausgefunden, aber sie will weiter am Ball bleiben.
Unter den Schülern der Stadt machen sich indes eigene Theorien breit. Angeblich hätten sich die bisherigen Opfer alle in einem "Selbstmordklub" organisiert und ihren Selbstmord darin geplant und vorbereitet. Als eine weitere Gruppe Schüler sich vom Dach ihrer Schule stürzen dringt diese Theorie auch zu Kuroda und seinem Team vor. Die beschließen das allerdings nicht an die Öffentlichkeit dringen zu lassen, damit es keine Nachahmer gibt.
Auch "The Bat" ermittelt unterdessen im Netz weiter und gelangt dabei an weitere Informationen.
Doch sie wird entführt und findet sich im geheimen Quartier eines irren Musikers wieder, der behauptet der Chef des Selbstmordclubs zu sein.
Doch ist er das wirklich?
Und was hat die überall präsente Teenieband "Desert" mit all dem zu tun?

Meinung

Wieder einmal muss ich eine große SPOILER Warnung abgeben was den folgenden Text betrifft. Also wer "Suicide Club" noch nicht gesehen hat und sich die Spannung nicht verderben will springt besser gleich zur Wertung runter und ließt erst mal nicht weiter.

Puh, die Inhaltbeschreibung von "Suicide Club" zu schreiben war wirklich nicht einfach. Man muss ja doch versuchen das ganze halbwegs verständlich zusammenhängend zu schreiben, was aber um so schwieriger wird um so weniger zusammenhängend die Story im Film selbst erzählt wird. Und da wäre wir auch schon mitten drin in Punkt 1, der Story.
Bei der liegt der Hund in SC echt begraben. Nicht das sie grundlegend schlecht wäre, das auf keinen Fall. Eher genau im Gegenteil, sie ist wirklich sehr interessant und auch mysteriös, aber wie sie erzählt wird. Der ganze Film wirkt leider wie ein großes Flickwerk aus unterschiedlichen Teilen, die zwar zu einem großen Ganzen gehören, aber leider nicht vollständig sind. Da beginnen wir mit dem Selbstmord auf dem Bahnsteig um dann zu den Geschehnissen im Krankenhaus zu wechseln, die leider im spätere Verlauf scheinbar überhaupt keine Relevanz mehr zu haben scheinen. Außer das auch hier ein Lied von Dessert aus dem Radio erklingt und wieder eine weiße Sporttasche auftaucht, bringt uns die ganze Szene eigentlich keinen Schritt weiter. Dafür das das ganze aber über 10 Minuten dauert ist das doch etwas wenig. Auch im späteren Storyverlauf erleben wir so etwas. Da wäre zum Beispiel die ganzen Geschehnisse um "The Bat" die eigentlich fast völlig im dunkeln bleiben. Über den Hintergrund diese Charakters erfahren wir so gut wie überhaupt nichts. Irgendwie scheint sie nur dazu da zu sein die Story voran zu bringen indem sie erst der Polizei den Tipp mit der Website gibt und sich später dann von dem Psychosänger kidnappen lassen darf. Das war dann auch schon alles wozu ihre Rolle gut ist und macht irgendwie den Anschein als wäre sie so eine Art Notlösung die man aufgreift wenn einem sonst nichts einfällt wie es weitergehen soll.
Auch der Psycho-Sänger selber bleibt so gut wie völlig unbeleuchtet. Zwar bietet er uns ein äußerst interessantes Versteck und trällert ein schöne skurriles Liedchen, aber mehr als ein Aufhänger für einige kuriose und optisch sehr schöne Szenen ist er irgendwie auch nicht.
In diesen Szenen liegt dann auch der große Reiz diese Films, denn er bietet einfach mal wieder etwas neues, was man so noch nie gesehen hat. Das und die doch spannende Geschichte um die Hintergründe des Selbstmordklubs sind es auch die den Zuschauer dann trotz der holprigen Erzählweise bei der Stange halten und verhindern das der Film langweilig wird. Allerdings ist es dafür um so unbefriedigender das am Ende so gut wie nichts aufgeklärt wird. Wir wissen zwar was der Selbstmordklub ist, aber wie er entstand und wieso und was überhaupt seine Ziele sind, das bleibt ein Rätsel.
Dazu kommt dann auch noch das die Stimmung des Films immer mal wieder wechselt. Sind die Szenen am Anfang im Krankenhaus noch richtig Horror-like schön düster und mit der für japanische Horrorfilme fast schon typischen düsteren Soundkulisse unterlegt, so wechselt es später schon mal ins Drama und beginnt sogar Züge einer schwarz-humorigen Komödie (Ohr in der Schule, die beiden Kabarettisten auf der Bühne) anzunehmen. Dazu noch die kitschigen Auftritte der Kinderband und fertig ist auch hier das Flickwerk.
Es ist wirklich schade das der film sich einerseits scheinbar einfach nicht entscheiden kann in welche Richtung er jetzt gehen will, andererseits aber auch nicht das Format bietet um all die eingeschlagenen Wege gut miteinander zu kombinieren und zu verbinden.
Dennoch wäre es falsch jetzt zu denken das der Film grotten schlecht ist, denn das stimmt definitiv auch nicht. Es hat mir Spaß gemacht in anzusehen und mir war auch nie langweilig dabei. Es fallen einem zwar schon beim ersten sehen viele Dinge negativ auf, aber der Film schafft es dennoch einen bei der Stange zu halten. Wohl auch deshalb weil man sich beim ersten mal ansehen noch wünscht die Auflösung des Ganzen zu erfahren und einen die vielen innovativen Szenen begeistern können.
Dafür leidet der film beim mehrmaligen Sehen um so mehr unter seinen Schwachpunkten. Den die Szenen bleiben nicht auf ewig neu und auf eine Auflösung am Ende hofft man dann auch nicht mehr.
Mein Fazit ist: Ein Film den man sich ruhig mal ankucken kann und der einen auch begeistern kann.

Screenshots

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 Info
Originaltitel:Jisatsu saakuru
Land:Japan
Jahr:2002
Regie:Sion Sono
Medium:DVD (I-On New Media)
Lauflänge:ca. 99 Minuten
Freigabe:FSK Keine Jugendfreigabe
Online-Filmdatenbank:OFDb

 Bewertung

Optik:

 8.jpg 8/10

Effekte:

 8.jpg 8/10

Sound:

 8.jpg 8/10

Story:

 6.jpg 6/10

 Gesamt:

  7/10

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Review by Df3nZ187 (© by Anime-Ronin.de)
Review verlinken: http://www.anime-ronin.de/review-352.htm