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Hayate no gotoku!
Story

Mit seinen gerade Mal 16 Lenzen hat Hayate Ayasaki schon so einige Tiefschläge des Lebens wegstecken müssen. Als einziges Kind zweier total verantwortungsloser Eltern musste er schon in jüngsten Jahren schwer arbeiten, nur um zu sehen wie seine beiden Erzeuger sein schwer verdientes Geld gleich wieder mit vollen Händen zum Fenster hinaus schmeißen.
Doch nun haben sie sich selbst übertroffen und einen gigantischen Schuldenberg von 150 Millionen Yen angehäuft, den Großteil beim Glücksspiel, weshalb den auch plötzlich einige Yakuza vor der Tür stehen die gern ein bisschen Geld eintreiben würden, stattdessen aber kurzerhand Hayate als Sachleistung angeboten bekommen. Er kann schließlich ordentlich arbeiten und seine jungen und gesunden Organe dürften doch auch einiges wert sein.

Hayate ist von der ganzen Sache verständlicherweise wenig begeistert und tritt lieber die Flucht an, die ihn nach einigen Umwegen in einem Park mit der jungen Nagi Sanzenin zusammenführt. Die ist Sproß aus einem mehr als einfach nur wohlhabenden Hause, hat aber selbst auch so einige Probleme und einiger kleiner Missverständnisse sei Dank begleicht sie kurzerhand Hayates 150 Millionen Schuld und selbiger arbeitet dafür fortan für sie als persönlicher Butler.

Und wer jetzt denkt damit wären alle Probleme gelöst... nein, nein - sie fangen gerade erst an.

Meinung

Die 52teilige Serie „Hayate no Gotoku“ basiert auf einem in Japan sehr erfolgreichen Manga aus der Feder von Kenjiro Hata, der es inzwischen nicht nur zu diversen Anime-Adaptionen gebracht hat, sondern auch zu mehreren Videospielen, Light Novels, Musik-CDs und ähnlichem Merchandise.

Die Geschichte dreht sich dabei um das, auf einem Missverständnis der romantischen Art basierendem, Verhältnis zwischen dem netten und zurückhaltendem Hayate und der ich-bezogen und gern auch mal aufbrausenden Nagi, dem herzensguten poor-boy und der verzogenen big-money Prinzessin.
Dazu kommt ein umfangreicher Cast an Nebenfiguren, angefangen bei diversen Mitschülerinnen, über ebenfalls sehr vermögende Verwandte und das restliche Personal, bis hin zu einem sprechenden weißen Tiger (Nagis Haustier, sie hält ihn für eine normale Katze!).
Man sieht schon an dieser Zusammenstellung, die Comedy steht bei dieser Serie klar im Vordergrund. Die ganze Beziehungsgeschichte, die Nagi bald um einge weitere mögliche Freundinnen für Hayate ergänzt und zudem noch ein paar weitere Paare mit ins Spiel bringt, findet eher nur am Rande statt und sorgt nur hin und wieder für etwas Drama und emotionale Szenen. Die meiste Zeit dazwischen geht es einfach um durch geknallten Humor.
Und der bietet neben dem fast schon obligatorischen Slap-Stick und Situationskomik vor allem viel Nerd-(bzw. Otaku)-Humor in mannigfaltiger Ausführung. Das beginnt damit das ständig die (zumindest in der TV-Ausstrahlung oft zensierten) Namen von anderen Anime-, Manga- oder TV-Serien, Kinofilmen und Videospielen oder darin spielender Figuren genannt werden, oft im Rahmen eines Vergleichs mit irgendetwas aus der Welt von „Hayate no Gotoku“. Aber auch auf subtilere Art und Weise sind zahlreiche Anspielungen versteckt, sei es indem berühmte Szenen aus anderen Werken aufgegriffen und parodiert oder in dem im Bildhintergrund Anspielungen verstekt werden. (schönes Beispiel sind Poster oder auch die Büsten und Statuen auf den verschiednen Anwesen)
„Hayate no Gotoku“ ist damit bestes Otaku-Futter, denn allein darin all die vielen, vielen Insidergags zu kapieren besteht schon jede Menge Spaß, nicht nur weil sie zum Teil wirklich lustig sind, nein schon weil man sich darüber freut das man überhaupt weiß um was es geht. Wer auch nur die Hälfte aller derartigen Gags in „Hayate no Gotoku“ findet und auch weiß worum es geht, der darf sich wohl guten Gewissens als Otaku bezeichnen, denn er muss sich schon recht gut im großen japanischen Anime-Manga-Games-Universum auskennen.

Aber zurück zum eben geäußerten „weil sie zum Teil wirklich lustig sind“.
Damit kommen wir zu den negativen Aspekten dieser Serie, denn leider zündet der Humor durchaus nicht immer und 52 Episoden sind tatsächlich ziemlich viel.
Sich durch alle durchzusehen ist nicht immer leicht, im Laufe seiner langen Laufzeit schwankt „Hayate no Gotoku“ ein ums andere mal zwischen wirklich hilarious-funny bis hin zu regelrecht langweilig.
Als Beispiele für ersteres sind mir vor allem diverse Parodien im Gedächtnis geblieben. Wenn es plötzlich um Mothra und Infant-Island geht, wenn diverse Duell-Anime veralbert werden (Yugioh, Bayblade, usw.), man sich plötzlich ein einem OMRPG wiedefindet, „Star Wars“ oder „Zurück in die Zukunft“ persifliert werden, usw. ich könnte noch etliche weitere derartige Stellen aufzählen. Auch die vielen selbstbezogenen Gags sind meist toll, ob nun die Figuren mit dem Erzähler streiten, Zweifel am Drehbuch der Episode äußern oder ihre Synchronsprecher angehen. All das funktioniert meist ziemlich gut.
Ganz im Gegenteil zu den meisten Kämpfen der Serie, ob nun gegen andere Butler oder gegen oft amoklaufenden Roboter und ähnliche technische Spielereien. Hier kann man vielleicht schmunzeln weil Maschine XY aussieht wie aus der Serie YX, aber die Action ist platt und kein bisschen spannend und die totale ocer-the-top comichafte Inszenierung ist meist eher lächerlich als zum Lachen.
Und auch mancher Running-Gag wird mit der Zeit etwas öde.

So war und bin ich auch immer noch hin und her gerissen was „Hayate no Gotoku“ angeht. Auf Episoden bei denen ich hin und weg war und die Serie bedingungslos jedem Comedy-Fan empfehlen würde, folgten wieder Episoden die eine genau gegenteilige Reaktion auslösten.
Und auch was die visuelle Präsentation der ganzen Albereien angeht bin ich gespalten. Während Chara-Designs und auch die Zeichnungen und Animationen meist in Ordnung gehen und in solchen Bereichen wie SD oder Grimassen trotz überdrehter Witze in erträglichem Rahmen bleiben, pflegt die Serie so einen gewissen, ja wie soll man es beschreiben, „Unschärfeeffekt“ am Bildrand, den ich irgendwie als störend empfinde.

Nun, nimmt man das alles zusammen dann komm ich schlussendlich doch zu einem versöhnlichen Abschluss mit „Hayate no Gotoku“.
Ich könnte zwar sicher nicht behaupten das die Serie durchweg gelungen wäre, aber die guten Momente (von denen es auf jeden Fall so einige gibt) sind es doch wert auch die weniger unterhaltsamen Phasen durchzustehen und am Ende gibt es einige Episoden die ich mir sicher auch in Zukunft gern immer mal wieder anschauen werde, weil mal einfach herrlich dabei lachen kann und damit hat Hayate seine Aufgabe doch eigentlich erfüllt.

Screenshots

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 Info
Originaltitel:Hayate no gotoku!
Lauflänge:ca. 25 Minuten pro Episode
Episoden:52
Jahr:2007
Regie:Keiichirô Kawaguchi
Online-Filmdatenbank:OFDb

 Bewertung

Grafik:

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Sound:

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Story:

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 Gesamt:

  7/10

Aufrufe: 3511
Review by Df3nZ187 (© by Anime-Ronin.de)
Review verlinken: http://www.anime-ronin.de/review-1023.htm