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Hidamari Sketch
Story

An der Yamabuki High School beginnt ein neues Schuljahr und mit ihm kommt auch eine neue Klasse in die Kunstabteilung der Schule.
Zwei der neuen Schülerinnen, Yuno und Miyako, ziehen dabei in die Hidamari Apartments die gleich gegenüber der Schule liegen und bereits den Ruf haben besonders ausgefallen Kunststudenten ein günstiges Zuhause zu bieten.
Dort treffen sie auf ihre älteren Mitschülerinnen Hiro und Sae und zwischen den vieren entwickelt sich mit der Zeit eine innige Freundschaft und innerhalb des Apartmenthauses ein reges Studentenleben, in dem die vier gemeinsam ihre Freizeit gestalten und sich bei ihren Schularbeiten unterstützen.

Komplettiert wird die bunte Truppe zu Beginn des darauffolgenden Schuljahrs, als die beiden Neulinge Nori, ebenfalls aus der Kunstabteilung, und Nazuna, aus der normalen Highschool, einziehen.

Zusammen durchleben die sechs ihren entspannten Schulalltag und allerlei lustige Situationen.

Meinung

„Hidamari Sketch“ ist eine der Erfolgsserien der letzten paar Jahre was das Genre des Slice-of-Life Schul-Komödien angeht.
Basierend auf einer 4-Panel-Gag-Manga Reihe der Künstlerin Aoki Ume (die in Form einer Raupe auch regelmäßige Cameo-Auftritte in der Serie hat) hat es die Serie inzwischen auf stolze 3 Staffeln zu je 12 regulären Episoden gebracht. Dazu pro Staffel noch 2-3 Specials und zuletzt ein weiteres 2 teiliges Special 2011, und dieses Jahr (2012) soll dann die vierte Staffel folgen.

Das Konzept hat sich derweil über die gesamte Zeit im Grunde kein bisschen geändert. In episodenhaften, chronologisch nicht geordneten, kurzen Episoden erzählt die Serie aus dem Leben der vier, bzw. ab der 3ten Staffel 6 Schülerinnen und ihrem näheren Umfeld. Dabei liegt der Fokus hauptsächlich auf der Freizeitgestaltung, die zu meist gemeinsame Malzeiten, aber u. a. auch Ausflüge (Museum, Schwimmbad), gemeinsames Einkaufen oder das pflanzen von Gemüse im Hof beinhaltet. Etwas seltener geht es auch mal in die Schule, wo die Mädels sich vor allem mit den seltsamen Anwandlungen der recht kindischen und cosplay-begeisterten Lehrerin Yoshinoya herumschlagen müssen, die sich dafür regelmäßig vom Direktor der Schule eine Standpauke anhören muss.

Die Geschichten sind dabei stets, ja der Ami würde wohl sagen „laid-back“, also recht entspannt bzw. darauf angelegt das sich vor allem der Zuschauer dabei prima entspannen kann. Entsprechend passiert nie etwas wirklich aufregendes oder gar dramatisches. Sollten mal Probleme auftreten so sind sie meist recht unbedeutender Natur und entsprechend schnell gelöst.
Im Grunde geht es einfach nur darum den, wie es immer so schön heißt, cute girls dabei zuzusehen wie sie cute things machen. Oder wie es im Otaku-Slang so schön heißt - moe.
Wie bei solchen Serien üblich wird dabei viel Wert auf ausführliche Dialoge gelegt. Es ist also keine Seltenheit das die Mädels oft lange Zeit einfach nur irgendwo rumsitzen und sich unterhalten. Wer nach Action und Aufregung sucht ist bei dieser Art von Serien, und bei dieser hier ganz besonders, völlig falsch. Entsprechend gibt es auch einen nicht kleinen Teil von Animefans die mit derartigen Produktionen überhaupt nichts anfangen können und für die „Hidamari Sketch“ wohl der Inbegriff des Grauens (oder besser der tödlichen Langeweile) sein dürfte.

Mir persönlich gefallen solche Serien aber und diese hier im Besonderen. Ein Grund für das Mögen im allgemeinen ist die beruhigende und einlullende Atmosphäre von aufrichtiger Freundschaft und sorgenfreier Existenz, die diese Serien immer ausstrahlen und die einem, ganz im Kontrast zum oft stressigen Alltag, den Traum vom „easy living“ träumen lassen. Das macht sie zu idealen Stimmungsaufheiteren wenn man sich abends mal noch ein oder zwei Episoden reinzieht.
Diese Serie im speziellen gefällt mir außerdem wegen ihrer sehr extravaganten visuellen Umsetzung, die passend zum Kunstschulen-Hintergrund der Geschichte auch sehr kunstvoll verspielt ist. Das beginnt bei Formen und Farben, geht über gewisse, der Serie ganz eigene, visuelle Codes weiter (z. B. die Briefkästen!) bis dahin das man auch immer wieder Real-Footage (also echte Fotos) einbaut. Diese künstlerischen Eskapaden harmonieren dabei wirklich wunderbar mit der ruhigen Erzählweise, denn beides lässt sich jeweils genügend Raum und ergänzt sich dabei in der Beanspruchung der Aufmerksamkeit des Zuschauers.
Als Beispiel: Wie oben bereits erwähnt finden wir uns oft in einer Szene wieder in der die Mädels einfach nur um einen Tisch herum sitzen und sich unterhalten. Das kann spannend oder interessant sein, wenn die Dialoge entsprechend gut sind, aber visuell wird es wohl kaum reizen. Sollte man denken. Aber genau diese Möglichkeiten nutzt „Hidamari Sketch“ dann eben um auch visuell etwas zu experimentieren und immer wieder mit interessanten Bildkompositionen zu glänzen. Genau dieses Zusammenspiel und die daraus resultierende Stimmung machen die Serie so gut.

Das alles wird eingefleischte Moe-Hasser natürlich nicht überzeugen und Action-Freaks auf der Suche nach dem nächsten Thrill trotzdem nach ein paar Minuten entweder wegnicken oder entnervt abschalten lassen.
Wer aber etwas beruhigende Entspannung sucht, die die Seele mit „good vibrations“ massiert und noch dazu visuell experimentell und künstlerisch interessant gestaltet ist, der ist bei „Hidamari Sketch“ genau richtig.

Screenshots

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 Info
Originaltitel:Hidamari suketchi
Lauflänge:ca. 25 Minuten pro Episode
Episoden:S1 - 12 + 2 Special
S2 - 13 + 3 Special
S3 - 12 + 2 Special
2 Special
Regie:Akiyuki Shinbô, Ryôki Kamitsubo
Jahr:2007
Online-Filmdatenbank:OFDb

 Bewertung

Grafik:

 8.jpg 8/10

Sound:

 7.jpg 7/10

Story:

 7.jpg 7/10

 Gesamt:

  8/10

Aufrufe: 3726
Review by Df3nZ187 (© by Anime-Ronin.de)
Review verlinken: http://www.anime-ronin.de/review-1020.htm