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Suteneko Tora-chan
Story

Als eine Katzenmutter mit ihren drei Kindern spazieren geht treffen sie auf ein kleines, heimatloses Kätzchen namens Tora-chan. Liebevoll nimmt es die hilfsbereite Mutter unter ihre Fittiche und mit zu sich nach Hause, was bei ihrer jüngsten Tochter Miike aber auf wenig Gegenliebe stößt.
Miike hat keine Lust ihre Sachen oder die Aufmerksamkeit ihrer Mutter mit dem fremden Findelkind zu teilen und als sie merkt das ihre versuche ihn aus dem Haus zu stänkern keinen Erfolg haben, läuft sie eines Nachts eingeschnappt davon.
Am nächsten Tag suchen alle nach ihr und Tora-chan findet sie auch schließlich, doch will Miike nicht wieder nach Hause kommen, bis plötzlich ein heftiger Gewittersturm aufzieht und ihre Meinung schnell ändert.
Doch inzwischen sind Miike und Tora ein ganzes Stück weg von daheim und zurück zu kehren stellt sich als gar nicht so einfach heraus.

Meinung

Mit "Suteneko Tora-chan" brachte Regisseur Kenzo Masaoka seinen ersten Anime nach Ende des 2ten Weltkriegs in die Kinos (ein Jahr hatte zuvor hatte er bereits "Sakura" produziert, der blieb vorerst aber unveröffentlicht) und den ersten Teil seiner, beim damaligen Publikum recht beliebten, Tora-chan Trilogie.
Produziert wurde das Ganze im legendären Studio "Nippon Doga" von Anime-Pionier Sanae Yamamoto (Nihon-ichi Momotarô).

Dem damaligen Nachkriegstrend folgend stellte Masaoka einen süßes Knuddeltierchen ins Zentrum der Handlung, die außerdem mit ihrer typischen "Kopf-hoch, es geht auch wieder aufwärts"-Thematik das kriegsgebeutelte Publikum aufmuntern und erziehen sollte.
Entsprechend wird viel gesungen, eigentlich melden sich sämtliche Figuren fast ausschließlich singend zu Wort, und die Geschichte rund um die liebevolle Katzenmutter, die das bisschen was sie hat gern mit dem kleinen Weisen-Findling Taro teilt und ihn fortan mit ihren eigenen Kindern zusammen aufzieht, war sicherlich als Ansporn für die Überlebenden der Kriegsschrecken gedacht.
Die Geschichte ist in den 20 Minuten Laufzeit dabei ordentlich erzählt. Die Dramaturgie ist vielleicht etwas einfach gestrickt und wirkt aus heutiger Sicht etwas unbeholfen, aber gemessen an den damaligen Verhältnissen ist sie überraschend gut. Die Art wie erzählt wird lässt dabei noch deutliche Einflüsse von Disney und anderen amerikanischen Vorbildern erkennen.
Das gilt natürlich auch fürs Design, das mit seinen knuddeligen Katzenwesen und vor allem auch den recht hübschen Hintergründen schon deutlich weiter aussieht als u. a. auch Masaokas erste Vorkriegs-Gehversuche im Trickfilmbereich.
Das gleiche gilt auch für die Animationen, für die Masaoka als einer der ersten Cells (Folien) verwendet hat, die ein gutes Zusammenspiel von festen Hintergründen und animierten Figuren ermöglichen und dabei flüssigere Bewegungen erlauben als z. B. das ältere Paper-Cut-Verfahren.

So ist "Suteneko Tora-chan" eine interessante und auch unterhaltsame Geschichtsstunde in Sachen Anime und auch als Kurzfilm an sich heute durchaus noch sehenswert.
Leider fand Kenzo Masaoka am Ende kein Glück in der Animebranche und kehrte dieser wenige Jahre später den Rücken und bestritt sein Leben als Illustrator für Kinderbücher.
Heute sollte man ihn ruhig als einen der großen aus den Anfängen des Anime in Erinnerung und Ehren behalten.

Screenshots

Bild 1

Bild 2

Bild 3

 Info
Originaltitel:Suteneko Tora-chan
Lauflänge:ca. 20 Minuten
Jahr:1947
Regie:Kenzo Masaoka
Online-Filmdatenbank:OFDb

 Bewertung

Grafik:

 7.jpg 7/10

Sound:

 6.jpg 6/10

Story:

 7.jpg 7/10

 Gesamt:

  7/10

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Review by Df3nZ187 (© by Anime-Ronin.de)
Review verlinken: http://www.anime-ronin.de/review-1002.htm