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Godzilla kehrt zurück
Story

Als ein Fischereipilot einen notgelandeten Kollegen von einer kleinen Insel vor der japanischen Küste retten will, werden beide plötzlich Zeuge wie Godzilla gegen ein anderes riesiges Urzeitmonster kämpft.
Entsetzt fliehen die beiden nach Osaka und warnen die Behörden, die auch prompt eine Notfallsitzung einberufen und Verteidigungsmaßnamen für den Fall das die Monster zum japanischen Festland kommen sollten besprechen.
Als es dann so weit ist scheint ihr Plan die Stadt zu verdunkeln und Godzilla mit Leuchtbomben abzulenken auch erst aufzugehen, doch eine Verfolgungsjagd mit ein paar entflohenen Gefangenen endet mit der Explosion einiger großer Öltanks. Der helle Schein der Flammen zieht nun nicht nur Godzilla, sondern auch seinen Widersacher Angilus direkt nach Osaka, wo die beiden Monster sich einen zerstörerischen Kampf quer durch die Stadt liefern.

Meinung

Nur ein halbes Jahr nach dem unerwartet erfolgreichen ersten Link Godzilla Film schickte das Produktionsstudio Toho diese Fortsetzung in die japanischen Kinos. Die Regie übernahm dieses Mal nicht wieder Ishirô Honda sondern Motoyoshi Oda.
Leider ist diese, wohl in aller Eile, produzierte Fortsetzung nicht halb so gut wie der Vorgänger.
Zwar wird mit Angilus (der sich später mehr und mehr zu Godzillas Freund entwickeln sollte) zum ersten Mal ein weiteres Monster neben Godzilla eingeführt und damit auch der klassische Monsterfight etabliert, aber mit der gesunken Laufzeit (dieses Mal nur knapp 80 Minuten) wurde auch viel an Story eingespart. Mehr Monster, mehr Action war wohl das Credo.
Die obligatorische Liebesgeschichte musste deswegen fast völlig zusammengestrichen werden. Zwar gibt es wieder ein Pärchen und auch einen Freund der eine Frau sucht, aber beides spielt eigentlich überhaupt keine Rolle und außer einiger etwas an rühriger Szene ist nichts los.
Eigentlich hat der Film überhaupt nur einen Höhepunkt und das ist der große Fight zwischen Godzilla und Angilus in Osaka. Hier gibt’s ordentlich Monstergekloppe und die halbe statt, inklusive der berühmten Burg, zerstört. Offensichtlich wollte man dieses Mal auch etwas mehr von den Monstern zeigen und verzichtet darauf die Szenen wie im ersten Teil in ein diffuses Nacht-Licht zu tauchen. Leider treten damit so einige Mängel in der frühen Tricktechnik deutlicher zu Tage als noch im Vorgänger, zumal sich die Kostüme in der kurzen Zeit nicht verbessert hatten.
Etwas alber wirkt auch die erhöhte Geschwindigkeit der Szenen. Da sich die Schauspieler in den schweren Kostümen nur mühsam Bewegen konnten, der Fight aber wohl schön rasant aussehen sollte, spielt man den Film eben einfach etwas schneller ab. Blöd nur das die Bewegungen dadurch stellenweise etwas sehr unnatürlich aussehen.
Nichts desto trotzt ist dieser Kampf wie gesagt der Höhepunkt des Films.
Danach verschwindet Godzilla und taucht erst wieder im großen Finale auf (was dank der kurzen Gesamtlaufzeit aber nicht lang dauert), wo man schließlich versucht ihn in einen Gebirgsschlucht unter Lawinen zu begraben. Klingt erst einmal gut, ist aber leider nicht allzu gut gemacht.
Mal abgesehen das es, nach der plötzlich auftauchenden neuen Information das Godzilla kälte nicht abkann (Reptil - Kaltblüter?), unwahrscheinlich wirkt das er ausgerechnet nach Hokkaidô in ein eisiges Gebirge gehen sollte, gibt es hier leider auch nicht halb so viel Action wie man erwarten würde.
Godzilla himself macht eigentlich überhaupt nichts anderes als einfach nur rumzustehen und ein paar Mal mit seinem Hitzestrahl um sich zu schießen, während das Luftgeschwader ein ums andere Mal in den immer gleichen Szenen anfliegt, ein paar Bomben/Raketen abwirft und es am Berg knallt.
Spätestens nach der dritten Wiederholung hat man das Spiel aber über und wünscht sich das der olle Gummi-Grünling nun endlich unter der Lawine verschütt geht.
Stattdessen gibt’s noch den unnötigen Heldentod einer der Hauptfiguren. Sinnlos, aber das finale braucht ja schließlich noch ein bisschen Drama.

So endet den der zweite Auftritt von Japans Kultmonster reichlich enttäuschend und als gutes Beispiel für eine lieblose „da lassen sich auf die Schnelle doch noch ein paar Yen raus quetschen“-Fortsetzung. Selbst den belehrenden Schlusskommentar hat man sich gespart. Man hatte so kurz nach dem ersten Teil wohl auch nichts sinnvolles Neues zu sagen.

Screenshots

Bild 1

Bild 2

Bild 3

Bild 4

Bild 5

 Info
Originaltitel:Gojira no gyakushû
Land:Japan
Jahr:1955
Regie:Motoyoshi Oda
Medium:DVD (Splendid)
Lauflänge:ca. 80 Minuten
Freigabe:FSK ab 12 Jahren
Online-Filmdatenbank:OFDb

 Bewertung

Optik:

 7.jpg 7/10

Effekte:

 6.jpg 6/10

Sound:

 7.jpg 7/10

Story:

 5.jpg 5/10

 Gesamt:

  5/10

Aufrufe: 4315
Review by Df3nZ187 (© by Anime-Ronin.de)
Review verlinken: http://www.anime-ronin.de/review-964.htm