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Digital Juice
Story

KEIKAKU – Kampf zweier Samurais

Chicken's insurance – Ein Versicherungsvertreter auf Mission

TOJIN KIT – Eine Frau wird verfolgt

In the Evening of a moonlight Night – Ein junges Mädchen, 2 Jungs und Musik

Table & Fishman – Die Flucht zweier Liebenden endet in einem alles entscheidenden Duell

The Saloon in the Air – Oh je, Wine-Chan hat ihre Periode nicht. Ist sie schwanger? Abtreiben? Küchenschaben???

Meinung

„Digital Juice“ ist eines jener Studio 4°C Schmankerl die immer wieder zeigen das Anime noch immer voller kreativer Möglichkeiten steckt und das Potential dieser Kunstform längst noch nicht ausgereizt ist.
Diesmal wurden sechs Künstler versammelt um je einen ca. 2-3 Minuten langen Kurzfilm zu produzieren. Schaut man sich dabei die Vita aller Beteiligten an, so fällt schnell auf das eigentlich alle schon an der ein oder anderen großen Produktion (meist im Rahmen der Animation) mitgewirkt haben.
Da wären:

Hidekazu Ohara (Link Akira, Link Memories,Link  Night on the Galactic Railroad, Link Professor Dan Petory's Blues)

Hiroaki Ando (Link Robotic Angel, Link Noiseman Sound Insect, Link Steamboy, Link Tekkon Kinkreet, Link Tobira o Akete)

Kazuyoshi Yaginuma (Akira, Link Kamichu!, Noiseman Sound Insect)

Koji Morimoto (Link Bobby's Girl, Link Comedy, Link Kiki's Delivery Service, Link Mind Game, Link Robot Carnival, Tobira o Akete, Memories)

Osamu Kobayashi (Link Dragon's Heaven, Link End of the World, Link Karas)

Tatsuyuki Tanaka (Akira, Noiseman Sound Insect)


Ich glaube jedem Fan außergewöhnlicher Animes dürfte bei diesem Titelsammelsurium das Wasser im Mund zusammenlaufen.

Ebenfalls dürften diese damit auch schon ungefähr erahnen können was bei „Digital Juice“ auf sie zukommt, nämlich hoch experimentelle Animekunst.
Wobei bei dieser Kurzfilmzusammenstellung verständlicher Weise weniger wert auf hervorragend erzählte Geschichten gesetzt wird, sondern ganz klar die Präsentation und das Spiel mit außergewöhnlicher Optik im Vordergrund steht.
Besonders positiv aufgefallen sind mir dabei „TOJIN KIT“ und „In the evening of a moonlight night”. Ersteres ist dabei eigentlich nur ein Preview auf den eigentlichen Film desselben Namens von Tatsuyuki Tanaka, der in einer weiteren Studio 4°C Kompilation namens „Genius Party Beyond“* erscheinen soll.
Man könnte es also auch als Trailer bezeichnen und als solcher ist es perfekt gelungen, denn ich hab das unbedingte Bedürfnis mehr davon zu sehen. Die verbindung von abgehackten Bildern mit Technosound erinnert mich auch irgendwie etwas an Link Shinya Tsukamoto.
„In the evening of a moonlight night” ist dann eher das genaue Gegenteil. Ein sanftes melodisches Lied begleitet die impressionistischen Momentaufnahmen einer fröhlichen Gruppe, wie sie musizieren, mit einem Auto durch die Gegend brausen oder die Sterne betrachten. Die ca. zweieinhalb Minuten Laufzeit sind dabei pure Atmosphäre und man kann praktisch von der ersten Sekunde an wunderbar eintauchen und sich treiben lassen.
Auch hier würde ich mir unbedingt mehr davon wünschen, auch wenn es sicher schwierig würde das so über komplette Standartfilmlänge hinzubekommen.
Aber auch die anderen Beiträge sind alle auf ihre Art beeindruckend und machen Spaß.
Die „Chicken's insurance“ setzt mehr auf Witz und eine wirklich tolle Verbindung von Zeichnungen und CGI-Charakteren (ein Punkt der eigentlich bei allen 6 Kurzfilmen besonders gelungen ist), Koji Morimotos (sicherlich der bekannteste der 6) „The Saloon in the Air“ verbindet hingegen Computergrafiken mit Realaufnahmen wie man es z.B. aus „Mind Game“ kennt und die durchgeknallte Liebesgeschichte aus „table & fishman“ liefert mit ihrem anfänglichen Motor vs. Hupen Dialog die Idee mit dem größten wtf? - Faktor ab.
Einzig das einläutende „KEIKAKU“ könnte mich nicht ganz so begeistern. Zwar ist das Spiel aus Bildern, Sounds und Credits ganz lustig, aber irgendwie fehlt mir da irgendwie ein bisschen was Weitergehendes.
Dafür sind auch hier, so wie bei allen 6 Kurzfilmen, die Zeichnungen und Animtionen für 2002 hervorragend und selbst heute noch beachtlich. Wie bereits geschrieben ging es bei „Digital Juice“ vor allem auch um die Kombination von „herkömmlicher Animeoptik“ mit den (damals) neuen Möglichkeiten der CGI und wie man beides in einen guten Einklang bringen kann. Ein Gebiet auf dem sich das Studio 4°C schon früh beschäftigte und was hier auch mal wieder bestens gelungen ist.

Ich kann „Digital Juice“ deshalb auch jedem Fan experimenteller und außergewöhnlicher Animes nur empfehlen, denn hier bekommt ihr mal wieder Zeug geboten das euch neues erleben lässt und bei dem man nicht vom quälenden Gefühl überwältigt wird das alles doch irgendwie schon mal irgendwo so oder so ähnlich gesehen zu haben.
Für jeden Studio 4°C Jünger ist „Digital Juice“ ja sowieso Pflichtprogramm!

Screenshots

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 Info
Originaltitel:Digital Juice
Lauflänge:ca. 2-3 Minuten pro Episode
Episoden:6
Jahr:2002
Regie:Hidekazu Ohara, Hiroaki Ando, Kazuyoshi Yaginuma, Koji Morimoto, Osamu Kobayashi, Tatsuyuki Tanaka
Online-Filmdatenbank:OFDb

 Bewertung

Grafik:

 9.jpg 9/10

Sound:

 8.jpg 8/10

Story:

 8.jpg 8/10

 Gesamt:

  8/10

Aufrufe: 5218
Review by Df3nZ187 (© by Anime-Ronin.de)
Review verlinken: http://www.anime-ronin.de/review-698.htm